Im vergangenen Jahr arbeiteten in Deutschland gut eine halbe Million Menschen im Pflegesektor. Allein seit dem Ende der neunziger Jahre hat sich die Zahl der Beschäftigten im Pflegebereich um annähernd 30 Prozent erhöht.
Beschäftigtenzahl verdreifacht sich bis 2050
Und auch in Zukunft dürfte die Branche ein Jobmotor in der Bundesrepublik sein – bis 2050 wird sich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im Pflegebereich voraussichtlich auf bis zu 1,6 Millionen verdreifachen. Selbst wenn man von einer jährlichen Produktivitätssteigerung von 0,5 Prozent ausgeht – beispielsweise durch verbesserte Abläufe und modernes Management –, könnte es in gut 40 Jahren immerhin 1,2 Millionen Pflegejobs geben.
Dafür, dass die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors weiter deutlich zunimmt, gibt es mehrere Gründe. So wird die besonders häufig auf Hilfe angewiesene Altersgruppe der über 80-Jährigen im Jahr 2050 fast dreimal so groß sein wie 2005. Weiterhin fehlen in Zukunft oft Angehörige, die die alten Menschen pflegen – zum einen wegen der niedrigen Geburtenraten, zum anderen, weil es immer mehr Singlehaushalte gibt. Und schließlich werden immer mehr Pflegefälle in Heimen betreut – die Zahl der dortigen Plätze könnte sich bis zur Mitte des Jahrhunderts auf rund zwei Millionen nahezu verdreifachen.
Dominik Enste, Jochen Pimpertz
Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale auf dem Pflegemarkt in Deutschland bis 2050
IW-Trends 4/2008
Immobilien: Bis zu 87.000 Euro Steuernachteil für Selbstnutzer
Wer in Deutschland eine Immobilie kauft und selbst einzieht, stellt sich steuerlich deutlich schlechter als ein Käufer, der die Immobilie vermietet. In den untersuchten europäischen Ländern ist das einmalig, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
IW
Konsum: Deutsche geben jeden zehnten Euro für Freizeit aus
Wofür deutsche Haushalte ihr Geld ausgeben, unterscheidet sich deutlich von anderen EU-Ländern. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern geben die Deutschen anteilsmäßig besonders viel für ihre Freizeit aus und weniger für Nahrungsmittel, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
IW