1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Beschäftigtenzahl verdreifacht sich bis 2050
Pressemitteilung Nr. 50 15. Dezember 2008 Pflegesektor

Beschäftigtenzahl verdreifacht sich bis 2050

Im vergangenen Jahr arbeiteten in Deutschland gut eine halbe Million Menschen im Pflegesektor. Allein seit dem Ende der neunziger Jahre hat sich die Zahl der Beschäftigten im Pflegebereich um annähernd 30 Prozent erhöht.

Und auch in Zukunft dürfte die Branche ein Jobmotor in der Bundesrepublik sein – bis 2050 wird sich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im Pflegebereich voraussichtlich auf bis zu 1,6 Millionen verdreifachen. Selbst wenn man von einer jährlichen Produktivitätssteigerung von 0,5 Prozent ausgeht – beispielsweise durch verbesserte Abläufe und modernes Management –, könnte es in gut 40 Jahren immerhin 1,2 Millionen Pflegejobs geben.

Dafür, dass die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors weiter deutlich zunimmt, gibt es mehrere Gründe. So wird die besonders häufig auf Hilfe angewiesene Altersgruppe der über 80-Jährigen im Jahr 2050 fast dreimal so groß sein wie 2005. Weiterhin fehlen in Zukunft oft Angehörige, die die alten Menschen pflegen – zum einen wegen der niedrigen Geburtenraten, zum anderen, weil es immer mehr Singlehaushalte gibt. Und schließlich werden immer mehr Pflegefälle in Heimen betreut – die Zahl der dortigen Plätze könnte sich bis zur Mitte des Jahrhunderts auf rund zwei Millionen nahezu verdreifachen.

Dominik Enste, Jochen Pimpertz
Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale auf dem Pflegemarkt in Deutschland bis 2050
IW-Trends 4/2008

Mehr zum Thema

Artikel lesen
In den Metropolen steigen die Mieten unterdurchschnittlich. Ausnahme Hamburg: Dort legten sie um fast sieben Prozent zu.
Pressemitteilung 23. Oktober 2026 Pekka Sagner / Michael Voigtländer

IW-Wohnindex: Kaufpreise in den sieben teuersten Städten sinken

Hohe Zinsen sorgen dafür, dass die Kaufpreise für Immobilien im dritten Quartal 2026 stagnieren. Die Angebotsmieten steigen dagegen deutlich. In den teuersten Städten entwickeln sich die Mieten und Kaufpreise unterdurchschnittlich, zeigt der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Pekka Sagner / Michael Voigtländer IW

Artikel lesen
Pressemitteilung 19. Oktober 2026 Judith Niehues / Maximilian Stockhausen

Interaktiver Rechner: Zählen Sie zur Mitte oder sind Sie schon reich?

Die meisten Menschen in Deutschland ordnen sich selbst der Einkommensmitte zu. Dabei gehören manche schneller zum wohlhabenderen Bevölkerungsteil, als sie glauben. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Judith Niehues / Maximilian Stockhausen IW

Inhaltselement mit der ID 8880