1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Krisenländer machen Boden gut
Zeige Bild in Lightbox Krisenländer machen Boden gut
(© Foto: camophotographie - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Lohnstückkosten Pressemitteilung Nr. 51 27. November 2012

Krisenländer machen Boden gut

Von einer oftmals behaupteten übermächtigen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie kann nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) keine Rede sein. Danach hat Deutschland im Vergleich mit 26 anderen Ländern immer noch die siebthöchsten Lohnstückkosten.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Der Kostenvorteil der Konkurrenz beträgt im Schnitt 8 Prozent. Zwar kann Deutschland mit Platz sechs im Produktivitäts-Ranking punkten. Dies macht jedoch das große Arbeitskosten-Handicap nicht wett. Denn im Durchschnitt haben die anderen Industrieländer um 23 Prozent niedrigere Arbeitskosten.

Auch bei der Entwicklung der Lohnstückkosten hat die vergangene Wirtschaftskrise ihre Spuren hinterlassen. Sie erhöhten sich zwischen 2007 und 2011 um jahresdurchschnittlich 2,1 Prozent. Dies liegt freilich nicht an übermäßigen Lohnerhöhungen. Vielmehr ging während des Nachfrageeinbruchs 2008/2009 die Produktivität deutlich zurück, weil die Betriebe trotz schlechter Geschäfte ihr Personal weitgehend hielten. Die allseits gelobte Beschäftigungssicherung musste also über mehrere Jahre mit einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit bezahlt werden.

Einen Lichtblick vermeldet die Studie für verschiedene Euro-Krisenstaaten. Demnach haben Spanien und Griechenland ihre Lohnstückkosten allein im vergangenen Jahr um 4 bzw. 3 Prozent senken können.

Christoph Schröder
Produktivität und Lohnstückkosten der Industrie im internationalen Vergleich
IW-Trends 4/2012

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Eisenerz wird im Monatsvergleich 23 Prozent teurer
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 7. Januar 2022

IMP-Index: Eisenerz wird im Monatsvergleich 23 Prozent teurer

Das abgelaufene Jahr war geprägt von ungewöhnlich starken Ausschlägen auf den globalen Rohstoffmärkten. So kostete Eisenerz im Dezember zwar 23% mehr als im Vormonat, wies im Jahresvergleich aber ein Minus von 19% auf, schreibt IW-Wissenschaftleiter Hubertus ...

IW

Artikel lesen
Michael Hüther im Deutschlandfunk Interview 27. Dezember 2021

IW-Verbandsumfrage: „Lageeinschätzung ist erstaunlich positiv“

Trotz der Corona-Pandemie und der Lieferengpässe blicken viele deutsche Unternehmen zuversichtlich in das kommende Jahr, erklärt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Deutschlandfunk.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880