1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Chance für einen neuen Anlauf
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

G-20 Präsidentschaft IW-Nachricht 1. Dezember 2016

Chance für einen neuen Anlauf

Heute (1.12.) übernimmt Deutschland die Präsidentschaft der G20. Für die Bundesregierung liegt darin die Chance, internationale Partner für die eigenen Klimaziele zu finden – statt sich im Klein-Klein eines nationalen Klimaplans zu verlieren.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Das Klimaabkommen von Paris hat vor einem Jahr ein wichtiges Signal für einen globalen Ansatz gegeben. Nachdem die Frage des „Ob“ in Paris bejaht wurde, sollte Marrakesch Antworten auf die Frage nach dem „Wie“ beim Klimaschutz liefern. Doch viele ungeklärte Punkte des Paris-Abkommens bleiben weiterhin offen, und neue Probleme kommen hinzu– nicht zuletzt durch die Wahl Donald Trumps zum zukünftigen US-Präsidenten.

Die G20-Präsidentschaft bietet für Deutschland die Chance, es besser zu machen. Die G20 sind einerseits für etwa drei Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Andererseits können die wirtschaftlich stärksten Nationen der Welt den Klimawandel effektiv bekämpfen. Schließlich ist der Klimawandel ein globales Problem und es braucht mächtige und starke Verbündete, um ihn einzudämmen.

Die Sammlung nationaler Zusagen, die in Paris zu einem Abkommen gebündelt wurden, lässt die wichtigste Frage bislang ungelöst: Wer zahlt für die Klimafolgen? Vielen der besonders von klimatischen Veränderungen bedrohten Staaten fehlen dafür die finanziellen Mittel. Ihnen soll nun aus einem internationalen Fonds geholfen werden, in den die reicheren Industrieländer freiwillig einzahlen. Doch für eine faire Lastenverteilung wäre ein objektives Kriterium sinnvoll, nach dem sich der Beitrag jedes einzelnen Landes bemisst – geeignet wäre zum Beispiel die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Zudem ist es unerlässlich, die Quelle der Finanzierung vom Ort der tatsächlichen Reduktion klimaschädlicher Emissionen zu trennen. Denn nur so können zuerst dort Emissionen eingespart werden, wo es mit dem geringsten finanziellen Aufwand möglich ist – auch wenn der entsprechende Staat diesen Aufwand selbst nicht erbringen kann.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Bundesregierung verschätzt sich bei Importen bis 2030
Malte Küper / Thilo Schaefer Pressemitteilung 18. November 2021

Wasserstoffstrategie: Bundesregierung verschätzt sich bei Importen bis 2030

Um in den nächsten Jahren die Versorgung mit grünem Wasserstoff zu sichern, ist Deutschland auf Importe angewiesen. Allerdings können Lieferungen aus dem Ausland den deutschen Bedarf bis 2030 nicht decken: Das ist das Ergebnis einer neuen Studie vom Institut ...

IW

Artikel lesen
Andreas Fischer IW-Nachricht 13. Oktober 2021

Gas- und Strompreise: Familien könnten bis zu 430 Euro sparen

Die Energiepreise steigen immer weiter und machen vielen Deutschen Sorgen: Es könnte ein sehr teurer Winter bevorstehen. Nun reagiert die EU auf das Problem, sie möchte Geringverdiener und kleine Unternehmen entlasten. Besonders ein Mittel würde auch dauerhaft ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880