1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Quote fast erfüllt
Zeige Bild in Lightbox Quote fast erfüllt
(© Foto: Francesco83 - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Beschäftigte mit Behinderung IW-Nachricht 3. Mai 2017

Quote fast erfüllt

Öffentliche Verwaltungen und Unternehmen in Deutschland haben im Jahr 2015 über eine Million Menschen mit Behinderung beschäftigt. Die gesetzliche Quote von 5 Prozent haben sie damit nur knapp verfehlt. Dabei würden viele Firmen gerne mehr leisten – wissen aber nicht genau, wie.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Laut Bundesagentur für Arbeit haben knapp 160.000 Arbeitgeber in Deutschland im Jahr 2015 insgesamt mehr als eine Million Menschen mit Behinderung beschäftigt. Die Quote von 4,7 Prozent liegt damit – wie in den beiden Vorjahren – knapp unter der gesetzlichen Vorgabe. Öffentliche Verwaltungen und Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern müssen mindestens 5 Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung besetzen.

Je größer das Unternehmer, desto eher erfüllt es die gesetzliche Vorgabe. Insgesamt erreichen die öffentliche Verwaltung (7,0 Prozent), der Bergbau (6,5 Prozent) sowie der Fahrzeugbau (6,0 Prozent) die höchsten Quoten – die niedrigsten waren in der Land-/Forstwirtschaft (2,7 Prozent), dem Gastgewerbe (2,9 Prozent) und dem Baugewerbe (3,0 Prozent) zu finden.

Obwohl die 5-Prozent-Quote im Schnitt fast erfüllt wurde, hätten 2015 noch immer über 260.000 Pflichtarbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzt werden müssen. Dabei wollen viele Unternehmen mehr leisten, wissen aber nicht genau, wie. Häufig scheitert die Neueinstellung von Menschen mit Behinderung daran, dass Firmen nicht wissen, wie sie Bewerber finden können, welche rechtlichen Regelungen und finanziellen Förderungen gelten oder welche Institutionen kompetent beraten.

Viele Betriebe wissen auch nicht, dass sie ihre Quote erhöhen können, indem sie junge Menschen mit Behinderung ausbilden. Denn Auszubildende werden bei der Berechnung der Pflichtquote doppelt gezählt – bei Übernahme nach der Ausbildung sogar noch 12 weitere Monate. Die Statistik zeigt: Gerade bei der Ausbildung ist noch Luft nach oben. Zu viele junge Leute mit Handicap absolvieren ihre Ausbildung bisher ausschließlich in öffentlich geförderten Einrichtungen.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Portal REHADAT

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Eine empirische Analyse auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018
Christiane Flüter-Hoffmann / Andrea Hammermann / Roschan Monsef IW-Trends Nr. 4 6. Januar 2022

Betriebliche Einflussfaktoren auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen

Dass der soziale Zusammenhalt und das berufliche Miteinander im Betrieb für das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten sehr wichtig sind, hat die Corona-Pandemie wie mit einem Brennglas verdeutlicht.

IW

Artikel lesen
Philipp Johann Trögeler IW-Nachricht 4. Januar 2022

Teilhabe: Neue Ansprechstellen für Arbeitgeber

Seit dem 1. Januar gibt es neue Beratungsangebote für Unternehmen, um die Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Ein wichtiger Schritt, denn die Arbeitgeber brauchen dabei mehr Unterstützung.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880