1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Nobelpreis für Makro: Ökonomen
Zeige Bild in Lightbox Ökonomen
(© Foto: ibphoto - Fotolia)
Auszeichnung IW-Nachricht 9. Oktober 2011

Nobelpreis für Makro: Ökonomen

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften ehrt mit den Amerikanern Thomas J. Sargent und Christopher A. Sims zwei ausgewiesene Wissenschaftler, die die Wirtschaftswissenschaft der vergangenen Dekaden entscheidend geprägt haben.

Gerade im Licht der jetzigen Wirtschafts- und Währungskrise sind die Forschungsthemen der zwei Preisträger hochaktuell. Wie verändert sich die Inflation, wenn die Zinsen kurzfristig angepasst werden? Was passiert, wenn die Zentralbank beschließt, ihr langfristiges Inflationsziel zu verändern? Sargent und Sims haben in ihren Arbeiten die Zusammenhänge zwischen wirtschaftspolitischen Entscheidungen auf der einen Seite und den makroökonomischen Variablen wie Inflation oder Beschäftigung auf der anderen Seite untersucht.

Thomas J. Sargent hat die permanenten Veränderungen der Wirtschaftspolitik analysiert. Zudem hat Sargent maßgeblichen Anteil an der Popularität der sogenannten rationalen Erwartungstheorie und sich damit beschäftigt, welche Folgen es hat, wenn Haushalte und Unternehmen ihre Erwartung gleichzeitig mit wirtschaftlichen Entwicklungen anpassen.

Christopher A. Sims hat untersucht, wie temporäre Veränderungen in der Wirtschaftspolitik die tatsächliche Wirtschaftsleistung eines Landes beeinflussen. Mithilfe seiner Arbeiten lassen sich etwa Prognosen erstellen, wie sich das Wirtschaftswachstum entwickeln wird, wenn das Zinsniveau verändert wird.Obwohl die beiden Wissenschaftler ihre Arbeiten unabhängig voneinander entwickelten, sind ihre Analysemethoden im Nachhinein untrennbar miteinander verbunden und gehören inzwischen zum Standardrepertoire eines jeden guten Makroökonomens.

Mehr zum Thema

Artikel lesen
„Das Wachstumschancengesetz ist nicht der große Wurf”
Thomas Obst im Deutschlandfunk DLF 26. Februar 2024

„Das Wachstumschancengesetz ist nicht der große Wurf”

Das Wachstumschancengesetz sollte eigentlich die Wirtschaft ankurbeln, doch das Paket ist nicht der große Wurf und würde die Investitionstätigkeit nur um rund 11 Milliarden Euro ankurbeln, sagt IW-Ökonom Thomas Obst im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

IW

Artikel lesen
Michael Hüther im Podcast „Die Wochentester” Audio 22. Februar 2024

Werden wir unseren Wohlstand an das Ausland verlieren?

Im Podcast „Die Wochentester” warnt IW-Direktor Michael Hüther vor den erheblichen Auswirkungen einer Rezession mit Produktionsausfällen von einem Jahr und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf bis zu drei Millionen.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880