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(© Foto: GettyImages)
IW-Nachricht 12. Dezember 2022 Michael Voigtländer

Immobilienmarkt: Wo die Mieten steigen und wo sie fallen

Die Bauzinsen steigen, wer eine Immobilie kaufen will, muss deutlich höhere Raten stemmen als noch im vergangenen Jahr. Das wirkt sich auch auf die Mieten aus, zeigen neue Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft: Zuletzt sind die Mieten in Mecklenburg-Vorpommern am stärksten gestiegen.

Die Mieten steigen – und zwar schneller als bisher bekannt, wie neue IW-Daten zeigen. Besonders stark ist der Anstieg in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg: Hier stiegen die Angebotsmieten im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,3 und um 9,1 Prozent. Vergleichsweise gering war der Anstieg in Sachsen (4,1 Prozent), in Hessen und Hamburg (jeweils 4,3 Prozent). Besonders dort, wo Mieten bisher noch günstig waren, sind die Preise stark gestiegen.

Hohe Inflation und Bauzinsen belasten den Markt

„Vor allem zwei Faktoren treiben die Entwicklung“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. „Zum einen versuchen Vermieter, die hohe Inflation auszugleichen und über ihre Mieteinnahmen zumindest teilweise zu kompensieren. Zum anderen gelingt ihnen das aber nur, weil der Mietmarkt sich weiter zugespitzt hat: Wer bisher kaufen wollte, kann sich jetzt durch die hohen Zinsen oft kein Eigentum mehr leisten, entsprechend schauen sich diese Menschen nun auf dem Mietmarkt um.“ 

Für Mieter sind es also besonders schwierige Zeiten: Neben den Mieten steigen auch die Nebenkosten enorm, eine Entlastung ist kaum abzusehen. Damit sich im Mietmarkt die Lage entspannt, müsste mehr gebaut werden. „Solange sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert, können wir nicht davon ausgehen, dass der Markt sich entspannt“, so Michael Voigtländer. 

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