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Familienpolitik IW-Nachricht 15. Februar 2009

Langfristiger Wachstumsmotor

Eine gute Familienpolitik bringt auch die Wirtschaft in Schwung – vorausgesetzt, Kinder bekommen bessere Bildungschancen und Eltern die Möglichkeit, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Langfristig könnte das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dadurch nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln um jährlich 0,4 bis 0,5 Prozentpunkte zulegen.

Dank des Elterngeldes können sich Vater und Mutter die betreuungsintensive Zeit nach der Geburt des Nachwuchses besser teilen. Und beide bleiben nicht lange ihrem Arbeitsplatz fern. Dadurch geht weniger berufsbezogenes Wissen und Qualifikationen verloren. Zudem sorgt das Elterngeld dafür, dass besonders Frauen der Kinder wegen nicht auf einen Job verzichten müssen. Ergänzend hierzu ist es wichtig, das Angebot an Kinderbetreuung zu erweitern – sowohl in den Kindertagesstätten als auch durch den Ausbau von Ganztagsschulen. Familienunterstützende Dienstleistungen wie zum Beispiel Haushaltshilfen runden eine wachstumsorientierte Familienpolitik ab.

Finanzierbar für den Staat sind diese Maßnahmen allemal: Auf der einen Seite werden in den kommenden Jahren aufgrund der sinkenden Kinderzahlen der Vergangenheit im Familienbudget Mittel im zweistelligen Milliardenbereich frei, die in mehr Kitas und Ganztagsschulen investiert werden können. Auf der anderen Seite profitiert der Staat später von einer höheren Wirtschaftsleistung – beispielsweise durch steigende Steuereinnahmen.

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