1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Das Geschäftsmodell ist bedroht
Zeige Bild in Lightbox Das Geschäftsmodell ist bedroht
(© Foto: Kzenon - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Familienunternehmen IW-Nachricht 7. Juni 2013

Das Geschäftsmodell ist bedroht

Die Familienunternehmen prägen den Mittelstand, und der Mittelstand prägt die deutsche Wirtschaft. Doch die Politik will das viel zitierte Rückgrat der Wirtschaft stärker belasten.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Der Mittelstand besteht zu 95 Prozent aus Familienunternehmen, das heißt die Eigentümer leiten das Geschäft. Größere Unternehmen sind zwar seltener in Familienhand, aber immerhin 4.000 Firmen jenseits der 500 Mitarbeiter und 50 Millionen Euro Jahresumsatz „ticken“ wie die Kleinen. Sie planen langfristig, weil niemand den Erfolg an den Quartalsberichten für die Börse bemisst; das Unternehmen soll auch noch in einer Generation gut dastehen.

Das Rezept funktioniert offensichtlich auch in der Krise. Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat jüngst die größeren deutschen Familienunternehmen nach ihren Perspektiven gefragt. Demnach rechnen fast 60 Prozent mit steigenden Umsätzen, 44 Prozent planen daher Investitionen, und 33 Prozent wollen mehr Beschäftigte einstellen.

Doch das Geschäftsmodell Familienunternehmen ist bedroht. Die größte Gefahr geht von einem Zerbrechen der Eurozone aus, sagen 80 Prozent der befragten Unternehmen. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, haben viele von ihnen bereits die Eigenkapitalquote und die Liquidität erhöht.

Das können die Firmen allerdings nur, wenn ihnen die Luft dafür bleibt. Ein höherer Spitzensteuersatz auf das Einkommen – bei Personenunternehmen ist das der Gewinn – und eine Vermögenssteuer, wie sie SPD und Grüne planen, würde in die Substanz schneiden und am Eigenkapital zehren.

Skurril wirkt da die Bemerkung des grünen Politikers Jürgen Trittin, Familienbetriebe könnten sich ja in Kapitalgesellschaften umwandeln, um der hohen Steuerbelastung zu entgehen. Ein Vorschlag nach dem Motto: Warum ein nachhaltiges Geschäftsmodell erhalten, wenn man es auch zerstören kann?

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Mit 3.700 Euro gehören Singles zu den einkommensreichsten zehn Prozent
Judith Niehues / Maximilian Stockhausen Pressemitteilung 29. Dezember 2021

Mit 3.700 Euro gehören Singles zu den einkommensreichsten zehn Prozent

Paare, die keine Kinder haben oder deren Kinder bereits ausgezogen sind und die keine Rentner sind, haben die besten Chancen zur Einkommensspitze zu zählen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Ein Paar ohne Kinder gehört mit ...

IW

Artikel lesen
Maximilian Stockhausen / Kai Maiworm Pressemitteilung 25. September 2021

Wohlstand für alle?

Im Wahlkampf behaupten Politiker gerne, die Armen würden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Tatsächlich ist die Verteilung aber seit Jahren stabil, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): In den Jahren vor der Corona-Pandemie ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880