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(© Foto: Baiba Opule/iStock)
IW-Nachricht 25. Januar 2016 Judith Niehues

Vermögensungleichheit: Es wird besser statt schlimmer

Die Indikatoren des Bundessozialministeriums zur Vermögensverteilung scheinen zu bestätigen, was alle sowieso schon lange wussten: Die ungleiche Verteilung der Vermögen in Deutschland hat weiter zugenommen. Aber das zeigen die Befragungsdaten nicht. Eher das Gegenteil.

Der vierte und jüngste Armuts- und Reichtumsbericht (ARB) gelangte im Herbst 2012 an die Öffentlichkeit. Er attestierte eine immer größere Ungleichheit in der Vermögensverteilung. Nun heißt es in jüngsten Medienberichten, dass sich dieser Trend fortsetzt. Doch neu verfügbare Daten – zum Beispiel aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts oder aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) – zeigen, dass die Ungleichheit der Vermögen seit der letzten Berichterstattung des ARB zurückgegangen ist: Im Jahr 2008 – das war der aktuellste Wert im vierten ARB – besaßen die vermögensreichsten zehn Prozent der Haushalte laut EVS 52,9 Prozent des Vermögens. In 2013 ist der Wert auf 51,9 Prozent gesunken.

Da die einkommensstärksten Haushalte in der EVS aus Datenschutzgründen allerdings nicht erfasst sind, bieten sich diese Daten nur bedingt für Verteilungsdiskussionen an. Besser eignet sich dafür das SOEP, das einkommensstarke Haushalte überrepräsentiert. Laut SOEP sank der Vermögensanteil der reichsten 10 Prozent von 2007 bis 2012 sogar von 56,7 auf 53,4 Prozent. Die Vermögenskonzentration steigt übrigens auch dann nicht an, wenn die Top-Vermögen der Superreichen gemäß Forbes-Liste hinzugeschätzt werden.

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