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Astana is the capital of Kazakhstan (© Foto: GettyImages / Yerbolat Shadrakhov)
IW-Nachricht 20. Juni 2023 Daniel Wörndl

Fachkräfte aus Kasachstan: Region mit viel Potenzial

Die Bundesregierung interessiert sich für Kasachstan: Die Region liegt strategisch wichtig zwischen China und Russland und bietet Potenzial für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Auch im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte ist Kasachstan spannend.

Bundespräsident Walter Steinmeier reist diese Woche mit einer Wirtschaftsdelegation nach Kasachstan. Auf seiner Agenda stehen gleich mehrere Themen: Es geht um die geopolitische Bedeutung einer Region, die zwischen Russland und China einen schwierigen Stand hat, um Wasserstoffprojekte und um wirtschaftliche Zusammenarbeit. Aber auch aus einer anderen Perspektive ist Kasachstan spannend: Fachkräfte aus der Region sind interessant für den deutschen Arbeitsmarkt. Derzeit fehlen bundesweit mehr als 630.000 Fachkräfte: So viele Stellen können derzeit nicht besetzt werden. Nie war die Lücke größer.

36 Prozent der ausgewanderten Kasachen haben Hochschulabschluss 

Vergangenes Jahr kamen – abzüglich derjenigen, die zurück in ihr Heimatland gingen – 2.100 Menschen von Kasachstan nach Deutschland. Damit zählt Kasachstan zwar nicht zu den Hauptherkunftsländern der zugewanderten Bevölkerung in Deutschland – dennoch lohnt sich der Blick in die Region, denn die meisten Personen, die das Land verlassen, sind qualifizierte Fachkräfte.  36 Prozent der im Jahr 2020 aus Kasachstan ausgewanderten Personen über 15 Jahren hatten einen Hochschulabschluss, 32 Prozent einen Berufsabschluss. Die meisten Kasachen wandern nach Russland aus, direkt danach kommt bereits Deutschland. Zum Teil wird die deutsche Sprache an den Schulen unterrichtet.  

Viele Jobs in Metall- und Elektrobranche 

Die qualifizierten Fachkräfte werden in Deutschland dringend gebraucht: 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Kasachen in Deutschland arbeiten in der Metall- und Elektrobranche. Bei der Anerkennung kasachischer Berufsabschlüsse kamen von 2012 bis 2021 mehr als 2.200 Anerkennungen zusammen, damit liegt Kasachstan auf Platz 26 der antragsstärksten Länder. Um diese Zahlen zu steigern, stellt das Wirtschaftsministerium mit dem BQ-Portal transparente Informationen über das kasachische Berufsbildungssystem bereit. Über 180 kasachische Berufsprofile sind dort veröffentlicht.  

Die Bundesregierung weiß um das Potenzial ausländischer Fachkräfte und spricht daher mit dem Portal Make it in Germany Fachkräfte weltweit an, so auch in Kasachstan.   

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