Nach Angaben der IG Metall beteiligten sich an den drei Streiktagen insgesamt 496.200 Beschäftigte in knapp 280 Betrieben der Metall- und Elektro-Industrie. Dabei war die Beteiligung in Bayern (118.000) und Baden-Württemberg (164.500) besonders hoch. Pro Betrieb streikten bundesweit durchschnittlich 1.800 Arbeitnehmer. Mindestens zwei Drittel der Streikenden entfielen auf Großbetriebe, wobei der Fahrzeugbau besonders betroffen war.

Nach vorläufigen IW-Berechnungen lagen die Umsatzausfälle durch den Streik insgesamt zwischen rund 770 und 900 Millionen Euro. Davon entfallen zwischen 250 und 300 Millionen Euro auf Baden-Württemberg, wo insgesamt 66 Betriebe bestreikt wurden und 180 bis 210 Millionen auf die 46 bestreikten Betriebe in Bayern. Zwar wurden zahlenmäßig in Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 68 Firmen mehr Betriebe in den Ausstand einbezogen. Dort wurden aber vor allem kleinere Betriebe bestreikt. Die Streikteilnehmerzahl lag in Nordrhein-Westfalen bei durchschnittlich 935 je Betrieb, in Baden-Württemberg bei 2.492 und in Bayern sogar bei 2.810.

Unklar ist jedoch, ob die Teilnehmerzahlen der IG Metall verlässlich sind. Hinzu kommt, dass die Produktion möglicherweise nicht in jedem bestreikten Betrieb komplett ausgefallen ist. Dies führt zu einer gewissen Unschärfe – dennoch verdeutlichen die Hochrechnungen, dass der wirtschaftliche Schaden enorm war.

IG-Metall-BezirkAnteil der Streikenden in Prozent aller StreikendenKosten untere Grenze in Millionen EuroKosten obere Grenze in Millionen Euro
Baden-Württemberg33,2255297
Bayern23,8183213
NRW12,899115
Mitte12,395110
Küste10,37992
Berlin-Brandenburg/Sachsen5,84552
Niedersachsen, Sachsen-Anhalt1,91517
Bundesgebiet100771895
Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft