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Michael Grömling in den VDI-Nachrichten Gastbeitrag 21. Dezember 2018

IW-Konjunkturampel: Gedämpfte Zuversicht für das neue Jahr

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland und der Welt verlor in diesem Jahr an Tempo. Diese Entwicklung wird sich 2019 fortsetzen. Die Risiken für einen Abschwung bleiben bestehen, schreibt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling in einem Gastbeitrag in den VDI-Nachrichten.

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Das Wachstumstempo hat im Verlauf des Jahres 2018 merklich nachgelassen. Im dritten Quartal schrumpfte die deutsche Wirtschaft sogar. Hauptgrund waren die Zulassungsverzögerungen im Automobilbereich. Die moderate Gangart wird im neuen Jahr anhalten.

Eine Entschleunigung signalisieren eine Reihe von Indikatoren der IW-Konjunkturampel schon seit der Jahreswende 2017/2018 Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind tendenziell rückläufig. Vor allem die Auslandsbestellungen gingen bislang kräftig zurück, die Order aus dem Inland stagnieren. Der Einkaufsmanagerindex war im bisherigen Jahresverlauf durchgehend auf dem Sinkflug und lag zuletzt nur noch knapp über der Expansionsschwelle.

Dieses moderate Konjunkturbild wird von der Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom Herbst 2018 untermauert. Demnach gehen knapp 39 % der mehr als 2250 befragten Unternehmen davon aus, dass ihre Produktion im kommenden Jahr höher ausfallen wird als in diesem Jahr. Dagegen erwarten gut 14 % einen Rückgang. Der Anteil der Optimisten dominiert noch die Pessimisten, die Wirtschaft signalisiert aber gedämpften Mut. Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage des IW ist der Anteil der Optimisten um 13 Prozentpunkte zurückgegangen, der Anteil der Pessimisten stieg um sechs Prozentpunkte. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen ist nach wie vor deutlich im Plus. Er liegt jedoch erheblich niedriger als im Frühjahr 2018 und rangiert auf dem Niveau von früheren Jahren mit schwachem Wachstum.

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Vielfältige globale Risiken wirken über die damit verbundene Verunsicherung dämpfend auf die Erwartungen der Unternehmen. In der aktuellen IW-Prognose wird zwar nicht davon ausgegangen, dass die folgenden Gefahren 2019 wirksam werden, sie sind aber auch nicht vom Tisch: Der Protektionismus dämpft die globale Investitionslaune, er würgt die Weltkonjunktur aber nicht ab.

Die Schwellenländer bleiben auf Wachstumskurs, wenngleich die Zuwachsraten erheblich niedriger ausfallen als im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre. Das über lange Zeit dominierende Grün in der Ampel wird immer häufiger durch gelbe Felder abgelöst. Auch sollte es nicht zu einer Finanzmarktkrise durch die Situation in Italien, die wieder ansteigende Verschuldung in Frankreich und durch den Brexit kommen. Die Konjunktur im Euroraum hat aber schon spürbar an Fahrt verloren. Die IW-Konjunkturampel schaltet hier auf Gelb.

Die deutsche Wirtschaft kommt nach gegenwärtiger Bewertung der Daten und Risiken nicht in Stagnationsgefahr. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte im kommenden Jahr um 1,2 % zulegen, nach voraussichtlich 1,5 % in diesem Jahr. Das ist bescheiden und findet auch seinen Niederschlag am deutschen Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung wird zwar weiter ansteigen und die Arbeitslosigkeit wird weiter zurückgehen. Die Bewegungen werden aber merklich gemächlicher.

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