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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 8. Juni 2023

IMP-Index: Metallpreisniveau auf 18-Monats-Tief

Die für die deutschen Metallverarbeiter relevanten Metallpreise sind im Mai so tief gefallen wie seit anderthalb Jahren nicht mehr, schreibt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

Der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln veröffentlichte Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), der die für deutsche Verarbeiter relevanten Industrie- und Edelmetalle erfasst, ist im Mai auf den niedrigsten Wert seit September 2021 gesunken. Eisenerz und Zinn verloren jeweils fast ein Zehntel ihres Wertes vom Vormonat. Auch Nickel, das u.a. zur Edelstahlherstellung benötigt wird, gab kräftig nach.

Das Barometer, das auf Basis der in Euro notierten Preise den Importwarenkorb abbildet, lag mit 487,2 Punkten um 22,9 Zähler oder 4,5% unter dem Wert des Vormonats. Auf einem vergleichbaren Niveau lag der IMP-Index in den vergangenen 18 Monaten immer wieder, bevor er jeweils zu vorübergehenden Aufwärtsbewegungen ansetzte. Der Rückgang im Mai ist auf die tatsächlichen Veränderungen auf den internationalen Metallmärkten zurückzuführen. Wechselkurseffekte haben den Indexverlust und damit die Entlastung für die in Euro kalkulierenden Metallkäufer um rund ein Sechstel abgeschwächt. Ohne die Euro-Abwertung im Mai wäre der IMP-Index sogar um 5,4% gesunken.

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Dennoch gab es für die einheimischen Metallverarbeiter auf breiter Front Entlastungen. Lediglich Gold ist in Euro gerechnet im Mai 0,5% teurer geworden. Spürbar abwärts ging es für die drei Indexschwergewichte, die zusammen zwei Drittel des Warenkorbs ausmachen: Kupfer gab im Monatsvergleich um 5,9% nach, Aluminium notierte 2,3% schwächer und das schwankungsanfällige Eisenerz wurde sogar 9,6% billiger. Bei den weiteren Metallen sticht Zinn mit einem Minus von 9,7% heraus. Mit 7,2% ging es für Nickel ähnlich stark bergab. Blei und Silber blieben mit einem Verlust von gut 2% relativ stabil, während Zinn nahezu unverändert lag. Insgesamt ist bei den internationalen Metallpreisen nach wie vor kein stabiler Trend erkennbar.

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