Zuletzt ist Eisenerz in Dollar gerechnet um fast7 Prozent teurer geworden. Im Vormonat lag die Preissteigerung bei gut 8 Prozent. Damit ist der Kurs für Eisenerz innerhalb von zwei Monaten um fast 16 Prozent geklettert. Seit dem Jahreswechsel stieg der Eisenerzpreis sogar um 45 Prozent und im Jahresvergleich um fast 51 Prozent.

Trotz der starken Zuwächse von Eisenerz, das u. a. als Grundstoff für die Stahlherstellung benötigt wird, ist das Gesamtpreisniveau der Industriemetalle zuletzt etwas gefallen. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln errechnet wird, ist ein Indikator für die Preisentwicklung der wichtigsten Importmetalle. Durch die Gewichtung entsprechend den Importen nach Deutschland und durch die Messung auf Basis von Euro-Preisen soll die Perspektive der heimischen verarbeitenden Industrie abgebildet werden.

Entlastung teils aufgezehrt

Im Mai lag der IMP-Index bei 351 Punkten; das sind 7,5 Zähler oder 2,1 Prozent weniger als im Vormonat. Wäre der Eisenerzpreis – der ein Gewicht von 17 Prozent im IMP-Index hat – nicht gestiegen, sondern unverändert geblieben, hätte der Rückgang sogar 3,2 Prozent betragen. Die durchschnittlichen Kostenentlastungen sind also durch den Eisenerzanstieg um ein Drittel aufgezehrt worden.