1. Home
  2. Studien
  3. Negativtrend gestoppt? Entwicklungen bei Verheirateten und Einstellungen zur Ehe
Wido Geis-Thöne IW-Trends Nr. 3 4. August 2021 Negativtrend gestoppt? Entwicklungen bei Verheirateten und Einstellungen zur Ehe

In den letzten Jahrzehnten hat die Ehe an Bedeutung verloren. Waren im Jahr 1991 noch 60,2 Prozent der Erwachsenen in Deutschland verheiratet, traf dies im Jahr 2019 nur noch auf 51,0 Prozent zu.

PDF herunterladen
Negativtrend gestoppt? Entwicklungen bei Verheirateten und Einstellungen zur Ehe
Wido Geis-Thöne IW-Trends Nr. 3 4. August 2021

Negativtrend gestoppt? Entwicklungen bei Verheirateten und Einstellungen zur Ehe

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

In den letzten Jahrzehnten hat die Ehe an Bedeutung verloren. Waren im Jahr 1991 noch 60,2 Prozent der Erwachsenen in Deutschland verheiratet, traf dies im Jahr 2019 nur noch auf 51,0 Prozent zu.

Betrachtet man nur die mittlere Alterskategorie der 40- bis 49-Jährigen, war der Rückgang mit 60,7 Prozent gegenüber 79,7 Prozent sogar noch stärker.  Allerdings gibt es erste Hinweise darauf, dass diese Entwicklung zumindest bei Familien mit Kindern zu einem Ende gekommen sein könnte. Erreichte der Anteil der ehelichen Geburten an allen Geburten im Jahr 2016 mit 64,5 Prozent einen historischen Tiefstand, lag er im Jahr 2020 mit 66,9 Prozent bereits wieder deutlich höher. Auch ist in den letzten Jahren die Anzahl der Eheschließungen gestiegen und die der Scheidungen gesunken. Nimmt man die Einstellungen zur Ehe in den Blick, ergibt sich ebenfalls ein differenziertes Bild. Einerseits geben in der „Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften“ (ALLBUS) immer weniger Personen an, dass man heiraten sollte, wenn man mit einem Partner auf Dauer zusammenlebt. Im Jahr 2018 widersprachen dem erstmals mehr Personen als der Aussage zustimmten. Andererseits beantworten die Jüngeren diese Frage heute nicht mehr ablehnender als die Generation ihrer Eltern. Im Jahr 2000 wurde sie umso häufiger verneint, je jünger die Befragten waren. Im Jahr 2018 meinten hingegen die 40- bis 49-Jährigen am seltensten, dass Paare verheiratet sein sollten.

Inhaltselement mit der ID 9719
PDF herunterladen
Negativtrend gestoppt? Entwicklungen bei Verheirateten und Einstellungen zur Ehe
Wido Geis-Thöne IW-Trends Nr. 3 4. August 2021

Negativtrend gestoppt? Entwicklungen bei Verheirateten und Einstellungen zur Ehe

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Wido Geis-Thöne im Wirtschaftsdienst Externe Veröffentlichung 1. September 2022

Der Arbeitsmarkt erlebt derzeit eine Zeitenwende

Auch wenn sich die Lage in den vergangenen Monaten in vielen Bereichen deutlich verschärft hat, sind Fachkräfte­engpässe kein neues Phänomen. Bereits im Frühjahr 2019 gaben in einer Befragung 61 % der Unternehmen an, dass Fachkräfteengpässe ein hohes Risiko ...

IW

Artikel lesen
Wido Geis-Thöne IW-Kurzbericht Nr. 61 14. Juli 2022

Corona-Babyboom: Nicht überall und voraussichtlich nicht von Dauer

Im Jahr 2021 hat die Zahl der Geburten in Deutschland mit 796.000 den höchsten Wert seit dem Jahr 1997 erreicht. Allerdings hat sich dabei die rückläufige Tendenz im Osten weiter fortgesetzt. Auch stehen sehr hohen Geburtenzahlen im vierten Quartal 2021 ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880