1. Home
  2. Studien
  3. Die gesetzliche Alterssicherung auf dem Prüfstand: Orientierungen für die aktuelle Reformdiskussion
Susanna Kochskämper / Jochen Pimpertz IW-Analyse Nr. 115 8. Mai 2017 Die gesetzliche Alterssicherung auf dem Prüfstand: Orientierungen für die aktuelle Reformdiskussion

Mit den Rentenreformen Anfang des letzten Jahrzehnts hat der Gesetzgeber der absehbaren Bevölkerungsalterung Rechnung getragen und einen Paradigmenwechsel vollzogen – weg von der Vorstellung einer den Lebensstandard sichernden gesetzlichen Versorgung, hin zu einer Kombination von gesetzlicher Rente und ergänzender Privatvorsorge. Dieser Weg steht nun infrage.

PDF herunterladen
Orientierungen für die aktuelle Reformdiskussion
Susanna Kochskämper / Jochen Pimpertz IW-Analyse Nr. 115 8. Mai 2017

Die gesetzliche Alterssicherung auf dem Prüfstand: Orientierungen für die aktuelle Reformdiskussion

IW-Analyse

PDF herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft Institut der deutschen Wirtschaft

Mit den Rentenreformen Anfang des letzten Jahrzehnts hat der Gesetzgeber der absehbaren Bevölkerungsalterung Rechnung getragen und einen Paradigmenwechsel vollzogen – weg von der Vorstellung einer den Lebensstandard sichernden gesetzlichen Versorgung, hin zu einer Kombination von gesetzlicher Rente und ergänzender Privatvorsorge. Dieser Weg steht nun infrage.

Das schrittweise Absenken des gesetzlichen Versorgungsniveaus wurde notwendig, um den drohenden Anstieg des Beitragssatzes zur umlagefinanzierten Rentenversicherung zu begrenzen. Dabei musste der Gesetzgeber bereits zweimal nachsteuern, um seine selbstgesteckten Reformziele einhalten zu können. Zum einen wurde der Nachhaltigkeitsfaktor nachträglich in die Rentenanpassungsformel eingefügt, zum anderen wird die Regelaltersgrenze seit 2012 bis zum Jahr 2031 schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben.

Obwohl sich an den demografischen Rahmenbedingungen und damit an der Begründung des eingeschlagenen Reformpfads nichts geändert hat, stehen erneut Forderungen nach einer grundlegenden Reform der Alterssicherung auf der politischen Agenda. Im Fokus derjenigen, die für eine Abkehr von dem gewählten Pfad votieren, stehen vor allem Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Gesetzlichen Rentenversicherung. Die bevölkerungsweite Akzeptanz des Systems wird angesichts eines sinkenden Versorgungsniveaus infrage gestellt. Ein günstiges Arbeitsmarktumfeld und die daraus resultierende Entwicklung der Beitragseinnahmen scheint die Argumentation zugunsten eines Kurswechsels in der Rentenpolitik zu stutzen. Aber auch im Lager derjenigen, die an dem bislang verfolgten Reformkurs festhalten wollen, keimen Zweifel, ob die betriebliche und private Altersvorsorge hinreichend Verbreitung finden, um drohende Einbußen bei der gesetzlichen Versorgung kompensieren zu können. Hinter beiden Argumentationslinien steht die Befürchtung einer künftig stark steigenden Armutsgefährdung im Alter.

PDF herunterladen
Orientierungen für die aktuelle Reformdiskussion
Susanna Kochskämper / Jochen Pimpertz IW-Analyse Nr. 115 8. Mai 2017

Susanna Kochskämper / Jochen Pimpertz: Die gesetzliche Alterssicherung auf dem Prüfstand

IW-Analyse

PDF herunterladen

Institut der deutschen Wirtschaft Institut der deutschen Wirtschaft

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Wie die Digitalisierung den Pflegeberuf attraktiver macht
Susanne Seyda IW-Nachricht 12. Mai 2022

Tag der Pflege: Wie die Digitalisierung den Pflegeberuf attraktiver macht

In keiner anderen Branche fehlen so viele Fachkräfte wie in der Pflege, dabei steigt der Bedarf künftig weiter. Mit digitalen Tools können Pflegerinnen und Pfleger bei einigen Aufgaben viel Zeit sparen – die sie dann hätten, um die wichtigsten Aufgaben besser ...

IW

Artikel lesen
Jasmina Kirchhoff / Jochen Pimpertz IW-Kurzbericht Nr. 32 4. April 2022

Arzneimittelkosten treiben nicht die GKV-Ausgabenentwicklung

Einsparungen bei Arzneimittelausgaben sollen die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stabilisieren, obwohl diese im vergangenen Jahrzehnt lediglich proportional zu den GKV-Leistungsausgaben gestiegen sind. Mehr noch konterkarieren die geplanten ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880