Reformperspektiven im demografischen Wandel
Finanzierung des Pflegefallrisikos
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Reformperspektiven im demografischen Wandel
Bis zum Jahr 2050 werden etwa 3,5 bis 4,2 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein – aktuell sind rund 2,5 Millionen Pflegebedürftige zu versorgen. Diese Entwicklung führt in der umlagefinanzierten sozialen Pflegeversicherung zu steigenden Ausgaben. Gleichzeitig sinken durch einen höheren Anteil an Rentnern die Einnahmen der Versicherung. Mit steigenden Beitragssätzen und einer realen Entwertung der Leistungsversprechen werden vor allem die nachwachsenden Generationen belastet. Leistungsausweitungen, wie aktuell von der Bundesregierung geplant, kommen erschwerend hinzu. Die Bundesregierung will einen Pflegevorsorgefonds einrichten und Kapital ansparen, um so zukünftige Beitragssatzerhöhungen abzufedern. Es ist jedoch fraglich, ob diese Maßnahme tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielt. Welche anderen Optionen gibt es, die eine nachhaltigere Finanzierung von Pflege gewährleisten können? Die Analyse untersucht, wie der Pflegebedarf auch im demografischen Wandel finanziert werden kann. Dazu wird zunächst analysiert, wie sich die Bevölkerungsalterung auf die Pflegefallzahlen auswirkt und welche Herausforderungen für die Finanzierung der Pflege daraus entstehen. Vor diesem Hintergrund betrachtet die Analyse die aktuellen Reformvorhaben der Bundesregierung.
Finanzierung des Pflegefallrisikos
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Reformen: Abschlagsfreie Rente beizubehalten ist nicht zielführend
Die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren soll abgeschafft werden, so sieht es zumindest das Reformprogramm der Bundesregierung vor. Doch die SPD protestiert. IW-Direktor Michael Hüther ist von der Position der SPD überrascht und übt scharfe Kritik.
IW
Reformdebatte: Warum die Rente mit 63 abgeschafft werden muss
Zerbröselt der Rentenkompromiss, wenn die Bundesregierung doch an der vorzeitigen Rente für besonders langjährig Versicherte festhält? IW-Ökonomin Ruth Maria Schüler erklärt im Interview, warum es wichtig ist, alle Punkte des Pakets umzusetzen.
IW