1. Home
  2. Studien
  3. Fact Sheet-Reihe Kreislaufwirtschaft: Einführung in die Circular Economy
Sarah Fluchs in Fact Sheet-Reihe Kreislaufwirtschaft für SCI4CLIMATE.NRW Externe Veröffentlichung 3. Mai 2021 Fact Sheet-Reihe Kreislaufwirtschaft: Einführung in die Circular Economy

Während der deutsche Begriff Kreislaufwirtschaft häufig lediglich auf die Abfall- und Recyclingwirtschaft fokussiert, ist der Begriff Circular Economy deutlich umfassender definiert. Der Definition des Umweltbundesamtes zufolge soll die Kreislaufwirtschaft „zur Reduzierung der lebenszyklusweiten negativen Auswirkungen sowohl von Materialien und Produkten – durch Einsparung von Primärmaterialien und deren Substitution mit Sekundärmaterialien – als auch der Abfallerzeugung und Abfallbewirtschaftung beitragen“.

Zum Download
Einführung in die Circular Economy
Sarah Fluchs in Fact Sheet-Reihe Kreislaufwirtschaft für SCI4CLIMATE.NRW Externe Veröffentlichung 3. Mai 2021

Fact Sheet-Reihe Kreislaufwirtschaft: Einführung in die Circular Economy

Zum Download Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Während der deutsche Begriff Kreislaufwirtschaft häufig lediglich auf die Abfall- und Recyclingwirtschaft fokussiert, ist der Begriff Circular Economy deutlich umfassender definiert. Der Definition des Umweltbundesamtes zufolge soll die Kreislaufwirtschaft „zur Reduzierung der lebenszyklusweiten negativen Auswirkungen sowohl von Materialien und Produkten – durch Einsparung von Primärmaterialien und deren Substitution mit Sekundärmaterialien – als auch der Abfallerzeugung und Abfallbewirtschaftung beitragen“.

Das Konzept der Circular Economy betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette beziehungsweise den vollständigen Produktlebenszyklus.

Umweltpolitische Notwendigkeit einer Circular Economy

Die weltweiten Treibhausgasemissionen sind in den letzten zwei Dekaden stetig gestiegen (Europäische Kommission, 2020b). Allein in Deutschland, wo die Treibhausgasemissionen seit 1990 zurückgegangen sind, wurden im Jahr 2019 rund 805 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen (UBA, 2020a). Der Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen ist für circa 50 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und trägt somit wesentlich zur weltweiten Erderwärmung bei. Einer Studie des Intergovernmental Panel on Climate Change zufolge wird die Häufigkeit und Intensität der Klimaauswirkungen zunehmen, sofern die Erderwärmung 1,5 Grad übersteigt (IPCC, 2018). Die Ressourcennutzung weiterer natürlicher Rohstoffe, zum Beispiel Biomasse, Metalle und Mineralien, stieg im Allgemeinen in den letzten Jahren von sechs Milliarden Tonnen im Jahr 1900 auf circa 92 Milliarden Tonnen im Jahr 2017 an (UNEP, 2019) und wird bedingt durch den weltweitern Anstieg der Bevölkerung auf circa 180 Milliarden Tonnen im Jahr 2050 prognostiziert (Hatfield-Dodds et al., 2017). Die Folgen für die Umwelt reichen vom Aussterben von Tier- und Pflanzenarten über die Vernichtung von wertvollen Böden bis zur Wasserknappheit. Diese unerwünschte Folgen sind zu über 90 Prozent auf Rohstoffabbau und -nutzung zurückzuführen, resultieren in Gefahren unter anderem für die menschliche Gesundheit und verursachen hohe wirtschaftliche und soziale Kosten (Europäische Kommission, o.J.; UNEP, 2019).

Im Jahr 2017 wurden auf der Erde zum ersten Mal mehr als 100 Milliarden Tonnen an Materialien verbraucht – der weltweite Temperaturanstieg betrug mehr als 1 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau (IPCC, 2018). Selbst unter der Annahme, dass alle Länder, die sich im Pariser Abkommen zu Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet haben, ihre national festgelegten Minderungsziele erfüllen, werden die jährlichen globalen Treibhausgasemissionen auf circa 52 – 58 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt, was bedeutet, dass die Erderwärmung bis 2030 nicht auf 1,5 Grad begrenzt würde (IPCC, 2018).

Sowohl die Entwicklung der Treibhausgasemissionen und der damit verbundene Klimawandel als auch die steigenden Abfallaufkommen verdeutlichen die Notwendigkeit eines Umdenkens von einer linearen hin zu einer zirkulären Weltwirtschaft, in der Produkte und Ressourcen in Kreisläufen gehalten, deren Nutzungsdauer maximiert und der Ressourceneinsatz sowie das Abfallaufkommen reduziert werden. 

Zum Download
Einführung in die Circular Economy
Sarah Fluchs in Fact Sheet-Reihe Kreislaufwirtschaft für SCI4CLIMATE.NRW Externe Veröffentlichung 3. Mai 2021

Einführung in die Circular Economy

Zum Download Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Smartphone-Material für über zehn Jahre
Sarah Fluchs / Adriana Neligan Pressemitteilung 16. Januar 2023

Schubladenhandys: Smartphone-Material für über zehn Jahre

Fast jeder hat eines Zuhause herumliegen: ein altes und ausrangiertes Smartphone. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass die darin enthaltenen Materialien ausreichen würden, um den Rohstoffbedarf aller neuen Smartphones der ...

IW

Artikel lesen
Sarah Fluchs / Adriana Neligan IW-Report Nr. 2 16. Januar 2023

Urban Mining für eine zirkuläre Wirtschaft: Wie hoch sind die Rohstoffpotenziale durch Urban Mining?

Natürliche Ressourcen werden zunehmend knapper, unter anderem da weltweit derzeit deutlich mehr natürliche Rohstoffe abgebaut und verarbeitet werden, als die Erde in diesem Zeitraum zur Verfügung stellen kann.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880