Die Studie untersucht auf Basis einer Unternehmensbefragung mit dem IW-Personalpanel die Rolle des Mitarbeiterwohnens im Spannungsfeld von Fachkräftemangel und angespannten Wohnungsmärkten in Deutschland.
Mitarbeiterwohnen in Deutschland – Zwischen steigender Relevanz und fortbestehenden Hürden
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die Studie untersucht auf Basis einer Unternehmensbefragung mit dem IW-Personalpanel die Rolle des Mitarbeiterwohnens im Spannungsfeld von Fachkräftemangel und angespannten Wohnungsmärkten in Deutschland.
Mitarbeiterwohnen ist kein flächendeckendes Instrument, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Gut ein Fünftel der Unternehmen unterstützt die Beschäftigten indirekt bei der Wohnraumsuche, etwa durch organisatorische oder finanzielle Hilfen. Fast ein Zehntel der befragten Betriebe stellt direkt Wohnraum bereit. Mehr als die Hälfte der Unternehmen berichten von positiven Effekten auf die Rekrutierung und langfristige Bindung von Fachkräften, während die Effekte bei Auszubildenden und dual Studierenden geringer, aber eben falls relevant sind. Nur wenige Unternehmen planen, in den kommenden fünf Jahren neue Angebote einzuführen. Als zentrale Hemmnisse nennen Unternehmen ungünstige Rahmenbedingungen für die Anmietung von Wohnraum, fehlende Kooperationspartner, rechtliche, organisatorische und steuerliche Unsicherheiten sowie einen hohen administrativen Aufwand. Punktuell kann das Mitarbeiterwohnen zur Entspannung der Wohnungsmärkte beitragen. Während der Erwerb oder die Anmietung von Bestandswohnungen Verdrängungseffekte erzeugen können, bietet der Neubau – insbesondere auf Betriebsgrundstücken – Potenzial für eine echte Angebotsausweitung. Entscheidend sind klare Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungen und eine enge Kooperation von Arbeitgebern und Wohnungswirtschaft.
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