1. Home
  2. Studien
  3. Chancen im Wohnungsmarkt durch Vermögensbildung
Michael Voigtländer Gutachten 20. Februar 2021 Chancen im Wohnungsmarkt durch Vermögensbildung

Die Preise für Wohneigentum sind in Deutschland deutlich gestiegen und die Dynamik ist auch deutlich höher als bei Mietwohnungen. Dennoch lässt sich hieraus nicht schließen, dass Wohneigentum tatsächlich weniger erschwinglich geworden ist. In 38 der betrachteten 50 Großstädte ist die Amortisationszeit gesunken, d. h. hier ist Wohneigentum erschwinglicher geworden.

PDF herunterladen
Chancen im Wohnungsmarkt durch Vermögensbildung
Michael Voigtländer Gutachten 20. Februar 2021

Chancen im Wohnungsmarkt durch Vermögensbildung

Gutachten im Auftrag der LEG Immobilien AG

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Preise für Wohneigentum sind in Deutschland deutlich gestiegen und die Dynamik ist auch deutlich höher als bei Mietwohnungen. Dennoch lässt sich hieraus nicht schließen, dass Wohneigentum tatsächlich weniger erschwinglich geworden ist. In 38 der betrachteten 50 Großstädte ist die Amortisationszeit gesunken, d. h. hier ist Wohneigentum erschwinglicher geworden.

Dies liegt vor allem an der Zinsentwicklung, die die Preisentwicklung überkompensiert hat. Allerdings haben nur wenige Haushalte die Chance, an dieser Entwicklung zu partizipieren, da sie über zu wenig Kapital verfügen, um Eigenkapital und Erwerbsnebenkosten zu bedienen. Nur 15 Prozent der Mieter verfügen über ein gespartes Kapital von 60.000 Euro.

Grundsätzlich bieten sowohl eine höhere Wohneigentumsquote als auch eine hohe Mietwohnquote gesellschaftliche Vorteile. Insbesondere mit Blick auf den Arbeitsmarktmarkt bietet ein hoher Anteil von Mietern Vorteile, da damit die Flexibilität erhöht wird, aber auch bezüglich des Wohnens in großen Mehrfamilienhäusern stellt sich das Wohnen zur Miete als überlegen dar. Angesichts der derzeitigen Chancen aufgrund der Niedrigzinsphase und damit der Möglichkeiten, die Vermögensbildung und die Altersvorsorge zu stärken, wäre ein höherer Anteil an Wohneigentümern aber hilfreich. Daher ist der Staat gefordert, den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern.

Mit einer Reform der Grunderwerbsteuer, der Stärkung der Vermögensförderung sowie der bundesweiten Einführung von Nachrangdarlehen sind hier drei mögliche Ansätze skizziert worden. Sowohl ein Freibetrag als auch eine nur hälftige Besteuerung würden Ersterwerber bei der Grunderwerbsteuer deutlich entlasteten. Eine Anpassung der Vermögensförderung an heutige Einkommen und Preise könnte darüber hinaus auch bei jungen Haushalten die Ersparnisbildung anregen. Schließlich könnten Nachrangdarlehen den Eigenkapitalbedarf deutlich reduzieren, ohne dass hiermit signifikante Kosten oder Risiken für den Staat verbunden wären, wenn z. B. auf eine entsprechende Tilgung geachtet wird. Diese Maßnahmen würden letztlich dazu beitragen, mehr Menschen den Zugang zu Wohneigentum zu ermöglichen, was über die Nutzung der Zinsvorteile auch zu einer Reduzierung der Wohnkosten führen würde.

PDF herunterladen
Chancen im Wohnungsmarkt durch Vermögensbildung
Michael Voigtländer Gutachten 20. Februar 2021

Michael Voigtländer: Chancen im Wohnungsmarkt durch Vermögensbildung

Gutachten im Auftrag der LEG Immobilien AG

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Gefahr der Energiearmut wächst
Ralph Henger / Maximilian Stockhausen IW-Kurzbericht Nr. 55 3. Juli 2022

Gefahr der Energiearmut wächst

Galoppierende Energiepreise setzen private Haushalte zunehmend unter finanziellen Druck. Hierdurch steigt die Gefahr von Energiearmut, die insbesondere Haushalte betrifft, die mehr als 10 % ihres Haushaltsnettoeinkommens für Heizen, Warmwasser und Strom ...

IW

Artikel lesen
Michael Voigtländer im SWR1 SWR 29. Juni 2022

Wohnungsmarkt: Diese Folgen haben Lieferengpässe und steigende Zinsen

Kredite werden teurer und Baumaterialien sind knapp. Der Haus- und Wohnungsbau steht unter Druck. IW-Immobilienökonom Michael Voigtländer verrät im Gespräch mit dem SWR, welche Folgen das für den Wohnungsmarkt hat.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880