1. Home
  2. Studien
  3. Konjunktur im Desorientierungsstress: IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2025
IW-Report Nr. 22 13. Mai 2025 IW-Kooperationscluster Makroökonomie und Konjunktur* Konjunktur im Desorientierungsstress: IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2025

Die konjunkturelle Entwicklung rund um den Globus wird in diesem Jahr erheblich durch die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft und die geopolitischen Spannungen belastet. Dazu kommen permanente Verunsicherungen und Verwirrungen, was die gesamte Weltkonjunktur in einen Desorientierungsstress versetzt.

PDF herunterladen
IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2025
IW-Report Nr. 22 13. Mai 2025 IW-Kooperationscluster Makroökonomie und Konjunktur*

Konjunktur im Desorientierungsstress: IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2025

IW-Kooperationscluster Makroökonomie und Konjunktur* Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die konjunkturelle Entwicklung rund um den Globus wird in diesem Jahr erheblich durch die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft und die geopolitischen Spannungen belastet. Dazu kommen permanente Verunsicherungen und Verwirrungen, was die gesamte Weltkonjunktur in einen Desorientierungsstress versetzt.

Die Weltwirtschaft wird 2025 nur um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird in diesem Jahr um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Die amerikanische Handels- und Zollpolitik und die daraus entstehenden Verwerfungen im internationalen Warenverkehr führen beim globalen Warenhandel zu einer deutlichen Abschwächung. Dieser wird in diesem Jahr nur noch um 1,5 Prozent zulegen, was die weltoffene deutsche Wirtschaft besonders trifft. Es bestehen zudem deutliche Abwärtsrisiken aufgrund der protektionistischen Handelspolitik und der sicherheitspolitischen Abschottung der USA. Die geopolitische Schwächung der Weltwirtschaft und die damit verbundenen Unsicherheiten belasten das Wirtschaftswachstum in Deutschland insgesamt um rund einen halben Prozentpunkt. Einerseits resultiert aus dem deutlich ansteigenden negativen Außenbeitrag ein Wertschöpfungsverlust in Höhe von 1 Prozentpunkt. Die internationalen Verunsicherungen führen andererseits zu einem merklich positiven Lagereffekt. Auch die anhaltende Investitionskrise bremst weiter, wenngleich die staatliche Investitionstätigkeit nach oben gerichtet bleibt. Anhaltend positive Impulse vom Staatskonsum und der moderat ansteigende Privatkonsum begünstigen die deutsche Konjunktur im Jahr 2025. Die Inflation erreicht mit rund 2 Prozent den Normalbereich. Die Spartätigkeit bleibt wegen der eingetrübten Beschäftigungsaussichten hoch. Die Anzahl der Erwerbstätigen galt lange als stabil, aber seit Mitte 2024 ist hier ein Rückgang zu beobachten, der in diesem Jahr zu einem Beschäftigungsverlust von 0,1 Prozent oder 50.000 Personen führt. Die Arbeitslosigkeit wird im Jahresdurchschnitt 2025 knapp an die Marke von 3 Millionen heranrücken. Die beschlossenen finanzpolitischen Änderungen werden 2025 nur zu einer moderaten Ausgabensteigerung führen und die Staatsquote wird die Marke von 50 Prozent überschreiten. Die Auswirkungen auf das staatliche Defizit bleiben begrenzt. Das Staatsdefizit wird sich in diesem Jahr auf 2,6 Prozent des BIP belaufen und die Schuldenstandsquote steigt leicht auf rund 64 Prozent an.

Inhaltselement mit der ID 14524
PDF herunterladen
IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2025
IW-Report Nr. 22 13. Mai 2025 IW-Kooperationscluster Makroökonomie und Konjunktur*

Konjunktur im Desorientierungsstress: IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2025

IW-Kooperationscluster Makroökonomie und Konjunktur* Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Der Wohnungsbau kriselt wegen steigender Baukosten und Zinsen.
Pressemitteilung 21. September 2026 Michael Grömling / IW-Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur

IW-Konjunkturprognose: Überraschendes Wachstum, Erholung bleibt aus

Die deutsche Wirtschaft wächst 2026 um knapp 1,2 Prozent – deutlich stärker als erwartet. Eine dauerhafte und breit angelegte Erholung ist jedoch vorerst nicht in Sicht, zeigt die neue Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Michael Grömling / IW-Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur IW

Artikel lesen
IW-Kurzbericht Nr. 64 20. September 2026 Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur

IW-Konjunkturprognose Herbst 2026: Erholung mit vielen Fragezeichen

Das gute erste Halbjahr infolge steigender Exporte und hoher staatlicher Impulse bewirkt ein Plus beim realen Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2026 von knapp 1,2 Prozent. Die Dynamik lässt jedoch wieder nach.

Forschungsgruppe Makroökonomie und Konjunktur IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880