Auch 35 Jahre nach der deutschen Einheit wird in Politik und Öffentlichkeit weiterhin intensiv darüber diskutiert, welche Unterschiede zwischen Ost und West bestehen und wie weit das Land tatsächlich zusammengewachsen ist.
35 Jahre grenzenlos: Die Entwicklung der Regionen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Auch 35 Jahre nach der deutschen Einheit wird in Politik und Öffentlichkeit weiterhin intensiv darüber diskutiert, welche Unterschiede zwischen Ost und West bestehen und wie weit das Land tatsächlich zusammengewachsen ist.
Besonders deutlich treten diese Differenzen im politischen Wahlverhalten zutage: Auch wenn sich das Ost-West-Gefälle beim Stimmenanteil für die rechtsextreme Partei AfD bei den letzten Bundestagswahlen verringert hat, zeigen sich nach wie vor markante Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Regionen im Wahlverhalten. Diese Trennlinie verläuft oft sogar mitten durch Nachbargemeinden. Vor diesem Hintergrund widmet sich dieses Paper den sogenannten Grenzregionen. Darunter verstehen wir Gemeinden, die direkt an der früheren innerdeutschen Grenze liegen. Diese Grenzräume eignen sich besonders gut, um die Entwicklung seit der Wiedervereinigung zu untersuchen, weil sie durch ihre Lage unmittelbar von der historischen Teilung geprägt waren und geographisch heute ähnlich verortet sind. Ziel dieser Studie ist, ihre wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung im Vergleich zu anderen Regionen systematisch zu analysieren. Dadurch lässt sich erkennen, welche Unterschiede fortbestehen, wo Angleichungsprozesse erfolgreich verlaufen sind und in welchen Bereichen weiterhin Divergenzen sichtbar bleiben.
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Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
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