Die empirischen Analysen werfen einen durchaus gemischten Blick auf das Ruhrgebiet. Hier herrschen große Sorgen um unterschiedliche Problemlagen vor und die Menschen blicken sehnsüchtig auf die vermeintliche soziale Kohäsion der Vergangenheit.
Zwischen Besorgnis und Zusammenhalt: der lange Weg einer Region durch den Strukturwandel
in: Bodo Hombach, Rolf G. Heinze & Michael Hüther (Hrsg.): Auffällig unauffällig?: Wahrnehmungen, Mediennutzung und politische Einstellungsmuster im Ruhrgebiet
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die empirischen Analysen werfen einen durchaus gemischten Blick auf das Ruhrgebiet. Hier herrschen große Sorgen um unterschiedliche Problemlagen vor und die Menschen blicken sehnsüchtig auf die vermeintliche soziale Kohäsion der Vergangenheit.
Hinzu kommt, dass sozio-ökonomische Problemlagen massiv überschätzt werden. Der Abgleich mit der tatsächlichen angespannten wirtschaftlichen Lage und der Vergleich mit der ebenfalls pessimistischen Wahrnehmung außerhalb des Ruhrgebiets weist hingegen auch darauf hin, dass sich innerhalb der Region möglicherweise eher die vielfältigen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Konflikte spiegeln, die auch im übrigen Bundesgebiet zu beobachten sind. Menschen im Ruhrgebiet treiben damit weniger allein die ökonomischen Fragen um, als dass vielmehr das gesamte Potpourri aus Migration, Kriminalität, Klimawandel, Corona und Ungleichheit gleichermaßen auf die heterogene Bevölkerungsstruktur einwirkt. Trotz seiner in Deutschland einmaligen räumlichen Dichte weist bereits an dieser Stelle einiges darauf hin, dass die Region in ihrer Heterogenität wie ein Kaleidoskop der bundesweit vorherrschenden Problemlagen und Spannungsfelder wirkt.
Zwischen Besorgnis und Zusammenhalt: der lange Weg einer Region durch den Strukturwandel
in: Bodo Hombach, Rolf G. Heinze & Michael Hüther (Hrsg.): Auffällig unauffällig?: Wahrnehmungen, Mediennutzung und politische Einstellungsmuster im Ruhrgebiet
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