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Manuel Fritsch / Hanno Kempermann / Hilmar Klink / Lali Nurtaev / Thomas Okos Gutachten 7. April 2022 Work-Life-Green-Balance: Die Nähe zu Grünflächen im Metropolenvergleich

Grünflächen spielen eine immer wichtigere Rolle in der Entwicklung von modernen, attraktiven Metropolen. Von Grünflächen gehen sowohl positive direkte Wirkungen (z.B. Gesundheit, Klima-, Natur- und Artenschutz, Regenwassermanagement) als auch indirekte Effekte (z.B. Image, Attraktivität, Beitrag zu modernen Arbeitsformen) aus.

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Die Nähe zu Grünflächen im Metropolenvergleich
Manuel Fritsch / Hanno Kempermann / Hilmar Klink / Lali Nurtaev / Thomas Okos Gutachten 7. April 2022

Work-Life-Green-Balance: Die Nähe zu Grünflächen im Metropolenvergleich

Studie für den Regionalverband Ruhr

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Grünflächen spielen eine immer wichtigere Rolle in der Entwicklung von modernen, attraktiven Metropolen. Von Grünflächen gehen sowohl positive direkte Wirkungen (z.B. Gesundheit, Klima-, Natur- und Artenschutz, Regenwassermanagement) als auch indirekte Effekte (z.B. Image, Attraktivität, Beitrag zu modernen Arbeitsformen) aus.

Allerdings verbleibt die Antwort auf die Frage, wie grün eine Metropole ist, häufig im anekdotischen Bereich oder bedient sich konventioneller Messgrößen (z.B. Relation von Grün- zu Gesamtfläche, Grünfläche je Einwohner) mit ausbaufähiger Aussagekraft.

Grünflächen sind dann wirksam, wenn sie effektiv erreichbar sind. Nur dann können sie genutzt und auch spontan in den Lebens- und Berufskontext eingebunden werden. Zur fundierten und belastbaren Aussage über die tatsächliche Nutzbarkeit von Grünflächen wird mit dem Work-Life-Green-BalanceIndikator (WLGB-Indikator) ein moderner, Big-Data-basierter Indikator entwickelt und herangezogen, der auf die effektive Erreichbarkeit von Grünflächen in Metropolregionen abzielt und die herkömmlichen Messgrößen ergänzt. Dieser WLGB-Indikator besteht aus zwei Komponenten, nämlich dem Work-Green-Balance-Indikator (der die Grünflächen-Erreichbarkeit vom Arbeitsort aus angibt) sowie dem Life-Green-Balance-Indikator (der die Grünflächen-Erreichbarkeit vom Wohnort aus angibt). Als Maß für beide Komponenten dienen präzise ermittelte, durchschnittliche Fahrtzeiten (via Fahrrad) vom jeweiligen Wohn- bzw. Arbeitsort zur nächsten verfügbaren Grünfläche (d.h. jeweils Hinwege). Die umfangreiche Berechnung beider WLGB-Komponenten stützt sich auf geocodierte großzahlige Unternehmens-, Einwohner- und Topologiedatensätze. Damit kann dieser WLGB-Indikator sowohl zur Ermittlung der effektiven Grünflächenerreichbarkeit innerhalb einer Metropolregion verwendet werden als auch als Grundlage zum Benchmarkvergleich zwischen Metropolregionen dienen.

Die Metropole Ruhr, historisch stark von der Montan- und Schwerindustrie geprägt, findet sich nach Jahren intensiver Begrünungs- und Renaturierungsinitiativen mittlerweile häufig auf den vordersten Plätzen konventioneller Grünflächen-Rankings wieder. Dieses Bild wird nun deutlich untermauert, wenn der moderne, Big-Data-basierte WLGB-Indikator herangezogen wird. Die Fahrtzeiten sowohl von den Arbeits- als auch den Wohnorten zu den Grünflächen sind derart kurz, dass von einer hohen Grünflächen-Erreichbarkeit gesprochen werden kann. 80 Prozent der Bevölkerung erreichen die nächste Grünfläche vom Wohnort in gut drei Minuten, vom Arbeitsort in knapp dreieinhalb Minuten. Dies gilt aufgrund der polyzentrischen Raumstruktur übrigens nicht nur in einzelnen Teilregionen, sondern im gesamten Metropolraum.

Auch im überregionalen Benchmark-Vergleich mit sieben anderen deutschen Metropolregionen manifestieren sich diese Stärken der Metropole Ruhr. Sowohl hinsichtlich der Grünflächen-Erreichbarkeit vom Arbeitsort als auch vom Wohnort liegt die Metropole Ruhr jeweils auf Rang zwei, mit geringem Work-Life-Green-Balance 6 Abstand zu den jeweiligen Bestplatzierten. Insbesondere diese ausgewogen starke Position bezüglich beider Komponenten des WLGB-Indikators untermauert das Ergebnis aus anderen Studien und Rankings. Vor allem zeigt sich, dass die Metropole Ruhr bei Verwendung eines modernen, Big-Data-basierten Indikators für die tatsächliche Grünflächen-Erreichbarkeit ihre typischen raumstrukturellen Charakteristika mit dichter Grünflächen-Durchwirkung vorteilhaft ausspielen kann.

Demgemäß kann das folgende Fazit gezogen werden:

Die Metropole Ruhr verfügt über eine vorbildliche effektive Grünflächen-Erreichbarkeit und nimmt im Benchmark-Vergleich mit anderen deutschen Metropolregionen eine Spitzenposition ein

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