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IW-Report Nr. 30 29. Juni 2026 Klaus-Heiner Röhl / Edgar Schmitz Bürokratielasten aus Sicht der deutschen Metall- und Elektroindustrie

Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie sind durch staatliche Bürokratie hoch belastet.

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Befragungsergebnisse und Handlungsempfehlungen
IW-Report Nr. 30 29. Juni 2026 Klaus-Heiner Röhl / Edgar Schmitz

Bürokratielasten aus Sicht der deutschen Metall- und Elektroindustrie

Klaus-Heiner Röhl / Edgar Schmitz Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie sind durch staatliche Bürokratie hoch belastet.

Im Rahmen des IW-Zukunftspanels wurden im Herbst 2025 gut 1.080 Unternehmen zu ihrer Wahrnehmung der Bürokratiebelastung und ihrer Entwicklung, den Gründen für die Zunahme von Bürokratie und Regulierung sowie den Schwierigkeiten, Bürokratie wirksam abzubauen, befragt. 180 der teilnehmenden Unternehmen entstammten den Zweigen der Metall- und Elektroindustrie. 85 Prozent der Metall- und Elektrounternehmen beklagen eine Zunahme der Bürokratiebelastung innerhalb der vergangenen drei Jahre, drei von zehn Unternehmen mussten zur Bewältigung des Anstiegs zusätzliches Personal einstellen. Als Hauptgründe für die Zunahme werden die wachsende Anzahl der Gesetze und die zunehmende Komplexität der enthaltenen Regelungen angesehen. Kritisch wird auch die Rolle der Verwaltungen bewertet. Fast zwei Drittel der Unternehmen beklagen, dass Verwaltungsbeschäftigte Ermessensspielräume nicht angemessen ausschöpfen, und sechs von zehn Unternehmen bezeichnen das Bearbeitungstempo als zu langsam. Als Maßnahmen gegen die Gesetzesflut empfehlen die befragten Unternehmen eine wirksame Begrenzung der „Produktion“ neuer Gesetze und eine Überprüfung des Bestands auf Sinn und Wirksamkeit bei der Erreichung der angestrebten Ziele. 55 Prozent der Unternehmen geben an, dass ein spürbarer bis großer Anteil der Gesetze durch Selbstverpflichtungen ersetzt werden könnte. Als hilfreich werden auch eine Überprüfung der in den letzten Jahren stark zunehmenden EU-Gesetzgebung und ein konsequenter Verzicht auf eine nationale Übererfüllung von EU-Regelungen in Deutschland genannt. Insgesamt könnte ein Mindset-Wechsel hin zu einer stärker vertrauensbasierten Regulierung ein gangbarer Weg sein, um auf detaillierte bürokratische Bestimmungen zumindest partiell verzichten zu können. 
 

DOI: 10.67087/12.21230

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