In den südeuropäischen Krisenländern Griechenland, Portugal und Spanien erfolgen bereits merkliche Anpassungen, die dort infolge der Leistungsbilanzdefizite und der hohen Auslandsverschuldung notwendig sind. Die Wachstumsraten der realen Exporte waren zuletzt überaus kräftig. Zum Teil konnten die Krisenländer sogar die Anteile an ihren Exportmärkten ausbauen. Da sich zugleich die Importdynamik abschwächte, zeigen sich deutliche Fortschritte bei der Verminderung der Handelsbilanzdefizite. Dies gilt vor allem für Spanien. Diese Korrekturen relativieren zugleich die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit. Lohnsenkungen in einer Größenordnung von mehr als 20 Prozent sind wohl nicht notwendig. Insgesamt dürften sich im Gefolge dieser Korrekturen auch die Netto-Auslandsschulden stabilisieren.

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Die EU nicht dem Handel mit den Briten opfern
Gastbeitrag, 19. April 2017

Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Die EU nicht dem Handel mit den Briten opfernArrow

Sosehr der Verlust der zweitgrößten europäischen Volkswirtschaft schmerzt, ein Untergang der europäischen Idee ist mit dem Brexit ebenso wenig verbunden wie ein ökonomisches oder gar politisches Desaster für Deutschland. Ein Gastbeitrag von IW-Direktor Michael Hüther in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. mehr

13. April 2017

Frankreich Viel Arbeit für den WahlsiegerArrow

Wen auch immer die Franzosen Anfang Mai zu ihrem neuen Staatsoberhaupt küren – er oder sie steht in jedem Fall vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen sind weitere Reformen nötig. mehr auf iwd.de

12. April 2017

Interview „Der Frexit wäre ein Drama für uns und für Europa“Arrow

Am 23. April wählen die Franzosen einen neuen Präsidenten. Loïc Armand, Vorsitzender von L'Oréal Frankreich und des Europa-Ausschusses im Arbeitgeberverband Mouvement des entreprises de France (MEDEF), spricht im iwd-Interview über die Chancen der rechtsextremen Marine Le Pen, darüber wie er den Frexit verhindern will und welche wirtschaftspolitischen Herausforderungen auf den neuen Präsidenten warten. mehr auf iwd.de