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Die meisten beruflichen Tätigkeiten in der deutschen Volkswirtschaft sind vielseitig, komplex und setzen spezifische Kompetenzen voraus, die über einen längeren Zeitraum erworben und vertieft werden müssen. Die Zahl der Tätigkeiten mit niedrigem Anforderungsniveau ist vergleichsweise gering und wird mittel- bis langfristig weiter sinken (Flake et al., 2014). Bereits heute bestehen Fachkräfteengpässe in einer Vielzahl von Berufsfeldern, die vor allem Tätigkeiten für beruflich Qualifizierte, aber auch für akademisch Qualifizierte betreffen (Bußmann, 2015a). Neben der Zuwanderung und Integration von Fachkräften ist daher die Qualifizierung von jungen Menschen entscheidend für die Fachkräftesicherung. Unternehmen leisten hierzu in Deutschland durch die betriebliche Ausbildung einen wesentlichen Beitrag – mit einem Investitionsvolumen von schätzungsweise 25,6 Milliarden Euro (BIBB, 2014; Schönfeld et al., 2016) bezogen auf das Jahr 2012. Angesichts der demografischen Entwicklung und der deutlich gestiegenen Studierneigung stellt sich jedoch die Frage, wie in Zukunft eine ausreichende Zahl an Nachwuchskräften gewonnen werden kann. Damit rückt auch das Potenzial von Jugendlichen mit Behinderung stärker in den Fokus.

IW-Analyse

Christoph Metzler / Susanne Seyda / Luisa Wallossek / Dirk Werner: Menschen mit Behinderung in der betrieblichen Ausbildung

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Ansprechpartner

IW-Report, 4. September 2017

Christiane Flüter-Hoffmann / Oliver Stettes / Patricia Traub Mit Multipler Sklerose im JobArrow

Viele Menschen stehen trotz ihrer Erkrankung an Multipler Sklerose (MS) als qualifizierte Fachkräfte aktiv im Berufsleben, so die Ergebnisse einer empirischen REHADAT-Studie auf Basis einer Befragung von rund 750 Betroffenen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten, nämlich zwei Drittel, arbeitet in Vollzeit und ein Viertel kann seinen beruflichen Verpflichtungen nachkommen, ohne auf unterstützende Maßnahmen angewiesen zu sein. mehr

Berufsausbildung
IW-Nachricht, 30. August 2017

Regina Flake Berufsausbildung: Jugendliche gezielter informieren Arrow

Rund eine halbe Million Jugendliche haben sich 2016 für eine Ausbildung entschieden. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr, der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Die Zahlen zeigen aber auch, dass einige Berufe dem allgemeinen Negativtrend trotzen und Unternehmen in einzelnen Engpassberufen mehr ausbilden. mehr

11. August 2017

Carsten Ruge M+E-Industrie: Neue Ausbildungschancen durch DigitalisierungArrow

Die zunehmende Digitalisierung verändert die Anforderungen an die Mitarbeiter in der M+E-Industrie. Um kompetente Fachkräfte ausbilden zu können, müssen die Inhalte der Berufe angepasst werden. Dazu haben die M+E-Arbeitgeber- und Industrieverbände sowie die Gewerkschaft IG Metall gemeinsame Handlungsempfehlungen entwickelt. mehr auf iwd.de