Die Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden: Synthetische Kraft- und Brennstoffe werden für eine CO2- neutrale Energieversorgung unverzichtbar sein.

- Die hohe Energiedichte macht den Einsatz von chemischen Energieträgern, hergestellt aus Erneuerbaren Energien, in verschiedenen Sektoren wie dem Luft- und Seeverkehr unverzichtbar, in anderen Sektoren wird sich ein Wettbewerb zwischen den CO2-reduzierten Optionen einstellen.
- Zudem kann die in einem von Erneuerbaren Energien geprägten Energiesystem erforderliche saisonale Speicherung von Energie und die allzeitige Spitzenlastabdeckung den Einsatz von chemischen Energieträgern erforderlich machen.
- Weiterhin erlaubt der Einsatz von synthetischen Kraft- und Brennstoffen die Nutzung vorhandener Infrastrukturen und Technologien, wodurch Akzeptanzgrenzen für die Transformation des Energiesystems überwunden und Kosten reduziert werden können.

Der Import synthetischer Kraft- und Brennstoffe ist notwendig, um die Energiewendeziele in Deutschland und Europa zu erreichen

- Eine autarke Energieversorgung Deutschlands ist auch nach der Energiewende unrealistisch – dies ergibt sich bereits aus der begrenzten Standortverfügbarkeit für Anlagen zur Erneuerbaren Stromerzeugung.
- Der Import von Energieträgern nach Deutschland wird demnach grundsätzlich zukünftig notwendig sein.
- Auf Erneuerbaren Energien basierende chemische Energieträger sind gegenüber Elektrizität beim Import aufgrund der guten Transportierbarkeit und vorhandenen Infrastruktur klar im Vorteil – dies gilt insbesondere für entferntere Bezugs-regionen.
- Durch den Import synthetischer Kraft- und Brennstoffe können zudem die Vorteile bei den EE-Stromerzeugungspotentialen und damit Kostensenkungspotentiale bei der PtX Herstellung im Ausland genutzt werden.