1. Home
  2. Studien
  3. Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
Christoph Schröder IW-Trends Nr. 2 21. Juni 2019 Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich

Die Arbeitskosten des deutschen Verarbeitenden Gewerbes beliefen sich im Jahr 2018 auf 41,0 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit liegt Deutschland an fünfter Stelle des 42 Länder umfassenden Arbeitskostenvergleichs des Instituts der deutschen Wirtschaft und hat gegenüber dem Durchschnitt der Industrieländer um fast ein Drittel höhere Arbeitskosten zu tragen.

PDF herunterladen
Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
Christoph Schröder IW-Trends Nr. 2 21. Juni 2019

Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich

IW-Trends

PDF herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Die Arbeitskosten des deutschen Verarbeitenden Gewerbes beliefen sich im Jahr 2018 auf 41,0 Euro je Arbeitnehmerstunde. Damit liegt Deutschland an fünfter Stelle des 42 Länder umfassenden Arbeitskostenvergleichs des Instituts der deutschen Wirtschaft und hat gegenüber dem Durchschnitt der Industrieländer um fast ein Drittel höhere Arbeitskosten zu tragen.

Noch immer bestehen große Unterschiede im Kostenniveau zwischen den ostdeutschen und den westdeutschen Bundesländern. Mit 27,8 Euro produziert die ostdeutsche Industrie um 35 Prozent billiger als die westdeutsche (42,9 Euro). Seit der Jahrtausendwende hat sich die deutsche Kostenposition gegenüber der ausländischen Konkurrenz insgesamt leicht verschlechtert, gegenüber dem Euroraum aber verbessert. Diese Entwicklung verlief jedoch nicht stetig. Vielmehr konnte Deutschland seinen Kostennachteil gegenüber dem Euro-Ausland in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends kontinuierlich verringern. Nach vier Jahren der Stagnation verschlechterte sich die deutsche Arbeitskostenposition bis 2018 aber wieder um 5 Prozentpunkte. Der lang anhaltende Aufschwung hat in Deutschland somit nicht nur zu einem Beschäftigungsaufbau, sondern auch zu einer überdurchschnittlich hohen Arbeitskostendynamik geführt. Bei der Herstellung industrieller Erzeugnisse sind über Vorleistungsverflechtungen ebenfalls andere Branchen beteiligt – beispielsweise wirtschaftsnahe Dienstleister. Das Institut der deutschen Wirtschaft berechnet daher auch die Arbeitskosten des Verarbeitenden Gewerbes einschließlich seines Vorleistungsverbunds. Durch den Verbundeffekt reduzierten sich die Arbeitskosten in der deutschen Industrie im Jahr 2018 auf 38,8 Euro, also um gut 2 Euro. Dies ist zwar in Europa der stärkste Effekt – die Vorleister sind also im Vergleich zum Verarbeitenden Gewerbe hierzulande besonders günstig. Dennoch bleibt Deutschland mit Rang sechs in der Spitzengruppe des Kostenrankings.

Inhaltselement mit der ID 5942
PDF herunterladen
Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
Christoph Schröder IW-Trends Nr. 2 21. Juni 2019

Christoph Schröder: Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich

IW-Trends

PDF herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Drei Maßnahmen für mehr Stabilität
Holger Schäfer IW-Nachricht 30. September 2020

Arbeitsmarkt: Drei Maßnahmen für mehr Stabilität

Der Arbeitsmarkt hat sich von der Coronakrise noch nicht erholt, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit. Kurzarbeit war bisher zwar ein probates Instrument in der Krise, hilft aber nicht dauerhaft. Mit mehr Flexibilität ...

IW

Artikel lesen
Christoph Schröder IW-Kurzbericht Nr. 95 18. September 2020

Arbeitskosten international: Deutschland in der Spitzengruppe

Die industriellen Arbeitskosten sind in Deutschland so hoch wie in kaum einem anderen Land: In der EU wird Deutschland lediglich von Belgien und Dänemark übertroffen, zudem noch von der Schweiz und Norwegen. Die aktuell diskutierte 4-Tage-Woche würde selbst ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880