Der Bildungsmonitor 2025, den das Institut der deutschen Wirtschaft seit 2004 im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt, misst nun bereits zum 22. Mal, in welchen Handlungsfeldern der Bildungspolitik Fortschritte erzielt werden konnten.
INSM-Bildungsmonitor 2025: Mehr Empirieorientierung an den Schulen für mehr Qualität
Gutachten für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Der Bildungsmonitor 2025, den das Institut der deutschen Wirtschaft seit 2004 im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt, misst nun bereits zum 22. Mal, in welchen Handlungsfeldern der Bildungspolitik Fortschritte erzielt werden konnten.
In dieser Studie wird explizit eine bildungsökonomische Sichtweise eingenommen. Die Ergebnisse der Studie sind vor diesem Hintergrund zu interpretieren und einzuordnen. Es steht folglich im Fokus, welchen Beitrag das Bildungssystem leistet, um den Wohlstand zu sichern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten.
Bildungsinvestitionen für mehr Wachstum
Die deutsche Volkswirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Demografischer Wandel, Digitalisierung, Dekarbonisierung und Deglobalisierung verändern Produktionsprozesse und Absatzmärkte (Demary et al., 2021; 2024). Unternehmen müssen sich anpassen, wofür qualifizierte Arbeitskräfte nötig sind. Das Bildungssystem erfüllt diese Anforderungen derzeit unzureichend, weshalb gezielte Investitionen erforderlich sind – besonders in Maßnahmen mit hohem wirtschaftlichem Ertrag (Anger et al., 2025b; Plünnecke, 2025).
Der demografische Wandel verringert die Zahl der Erwerbspersonen, was das Wirtschaftswachstum bremst. Daher muss die Produktivität steigen, was hohe Bildungsabschlüsse und Kompetenzen voraussetzt. Besonders wichtig ist es, alle Potenziale von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Doch das Bildungssystem weist Defizite auf: Studien wie PISA zeigen sinkende Schülerkompetenzen und wachsende Unterschiede je nach sozioökonomischer Herkunft. Anger et al. (2025b) fordern daher drei Maßnahmenbereiche, die das Wachstum erhöhen und langfristig hohe fiskalische Erträge bewirken. Als erstes werden Maßnahmen im Bereich der frühkindlichen Förderung vorgeschlagen, die die Kompetenzen der Kinder fördern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und damit das Arbeitskräftepotenzial steigern. Als zweites sollten gezielte Fördermaßnahmen im Schulsystem umgesetzt werden, beispielsweise eine verstärkte Sprachförderung, Ganztagsangebote und eine Ausweitung des Startchancenprogramms. Drittens wird eine Ausweitung der Zuwanderung über die Hochschulen vorgeschlagen. Internationale Studierende stärken langfristig die Fachkräftebasis. Selbst bei geringer Bleibequote entstehen hohe Nettoerträge für die öffentlichen Haushalte. Maßnahmen für eine Erhöhung der Bleibequoten steigern weiter die hohen Nettoeinnahmen der öffentlichen Hand durch internationale Studierende (Geis-Thöne et al., 2025).
Für die wirtschaftliche Transformation braucht es zudem mehr Innovationsimpulse aus dem Bildungssystem. Potenziale bieten die Digitalisierung, eine Erhöhung der MINT-Kompetenzen und zusätzliche Innovationsimpulse der Hochschulen. Schulen sollten besser mit IT ausgestattet und Lehrkräfte stärker geschult werden. Informatikunterricht und Personal für den IT-Support sollten ausgebaut werden. Die MINT-Fächer sollten gestärkt und Maßnahmen zur klischeefreien Berufs- und Studienorientierung ausgeweitet werden. Hochschulen sollten zusätzliche Ressourcen erhalten, um Ausgründungen zu unterstützen und Forschungsaktivitäten auszuweiten und dabei die Kooperation mit der Wirtschaft zu stärken. Dazu sollten Rahmenbedingungen für die wissenschaftliche/akademische Weiterbildung verbessert und Programme zur Stärkung der proeuropäischen Haltung und Weltoffenheit wie Erasmus+ ausgebaut werden (Plünnecke/Hüther, 2025).
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Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Fortbildung als überzeugende Erwerbs -, Verdienst - und Karriereperspektive
Die Höhere Berufsbildung ist ein eigenständiger Bildungsweg, der auf einer anerkannten Berufsausbildung aufsetzt und in Analogie zu Bachelor- und Masterabschlüssen an Hochschulen eigenständige berufliche Karriereperspektiven eröffnet.
IW
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Der Bildungsmonitor 2026, den das Institut der deutschen Wirtschaft seit dem Jahr 2004 im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt, misst nun bereits zum 23. Mal, in welchen Handlungsfeldern der Bildungspolitik Fortschritte erzielt werden konnten.
IW