Der starke konjunkturelle Einbruch in den letzten Jahren macht sich auch bei der Entwicklung von offenen Stellen und Arbeitslosen in den MINT-Berufen bemerkbar, wenn auch weiterhin eine hohe MINT-Lücke bestehen bleibt.
MINT-Frühjahrsreport 2025: Arbeitsmarktbericht – Gute Gründe für MINT
Gutachten für BDA, Gesamtmetall und MINT Zukunft schaffen
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Der starke konjunkturelle Einbruch in den letzten Jahren macht sich auch bei der Entwicklung von offenen Stellen und Arbeitslosen in den MINT-Berufen bemerkbar, wenn auch weiterhin eine hohe MINT-Lücke bestehen bleibt.
Trotz Konjunktureinbruchs besteht MINT-Lücke in Höhe von 163.600
Im April 2025 lagen in den MINT-Berufen insgesamt rund 387.100 zu besetzende Stellen vor. Gleichzeitig waren bundesweit 248.757 Personen arbeitslos gemeldet, die gerne einem MINT-Erwerbsberuf nachgehen würden. Daraus lässt sich in einem ersten Schritt im Rahmen einer unbereinigten Betrachtung ableiten, dass über sämtliche Anforderungsniveaus bundesweit mindestens 138.343 offene Stellen in MINTBerufen nicht besetzt werden konnten. Unter Berücksichtigung des qualifikatorischen Mismatches resultiert für April 2025 eine über sämtliche 36 MINT-Berufskategorien aggregierte Arbeitskräftelücke in Höhe von 163.600 Personen. Mit 89.600 Personen bilden die MINT-Facharbeiterberufe im April 2025 die größte Engpassgruppe, gefolgt von 56.600 Personen im Segment der MINT-Expertenberufe sowie 17.400 im Segment der Spezialisten- beziehungsweise Meister- und Technikerberufe. Im Vergleich zum Vorjahreswert aus dem April 2024 mit 234.800 ist die MINT-Lücke um 30,3 Prozent gesunken.
Differenziert man die Lücke nach MINT-Bereichen, so zeigen sich im April 2025 die größten Engpässe in den Energie-/Elektroberufen mit 57.800, in den Berufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik mit 32.400, in den Bauberufen mit 26.100, in den Berufen der Metallverarbeitung mit 24.200 und in den IT-Berufen mit 11.200. In sonstigen MINT-Berufen beträgt die Lücke 11.900.
MINT-Frühjahrsreport 2025: Arbeitsmarktbericht – Gute Gründe für MINT
Gutachten für BDA, Gesamtmetall und MINT Zukunft schaffen
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Berufliche Bildung unter Druck: Mit Zukunftsmut die Transformation gestalten
Im nunmehr vierten Jahr der aktuellen Konjunktur- und Standortkrise geraten Arbeitsmarkt und Berufliche Bildung zunehmend unter Druck.
IW
Ausländische Auszubildende halten Ausbildung auf stabilem Niveau
Die Alterung der Bevölkerung wird den Fachkräftemangel in Deutschland weiter verschärfen. Schon heute bremst dieser die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich zur aktuellen Konjunktur- und Strukturkrise der deutschen Wirtschaft.
IW