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IW-Report Nr. 12 31. März 2026 Andrea Hammermann / Oliver Stettes Arbeitsklima-Index 2025: Beschäftigte geben ihrem Arbeitsplatz gute Noten

Die große Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland bewertet ihre Arbeitsbedingungen überwiegend positiv.

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Arbeitsklima-Index 2025
IW-Report Nr. 12 31. März 2026 Andrea Hammermann / Oliver Stettes

Arbeitsklima-Index 2025: Beschäftigte geben ihrem Arbeitsplatz gute Noten

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die große Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland bewertet ihre Arbeitsbedingungen überwiegend positiv.

Rund 5.000 Beschäftigte wurden in der IW-Beschäftigtenbefragung 2025 zwischen Ende Mai bis Anfang Juni gebeten, neun zentrale Merkmale ihres Arbeitsplatzes anhand von Schulnoten zu bewerten – von der Arbeitsmenge über Entscheidungsspielräume bis zur Zusammenarbeit mit den Kollegen und der Führungskraft. Insgesamt bewerten 70 Prozent oder mehr der Befragten den Großteil ihrer Arbeitsplatzmerkmale mit „sehr gut“, „gut“ oder „befriedigend“.

Besonders positiv schneiden die kollegiale Zusammenarbeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Zusammenarbeit mit der Führungskraft ab, die jeweils von mindestens einem Fünftel als „sehr gut“ bewertet werden. Am kritischsten sehen Beschäftigte ihre Weiterentwicklungsmöglichkeiten: Über 20 Prozent vergeben hier die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“.

Aus den Einzelbewertungen wurde ein Arbeitsklima Index gebildet. Dieser zeigt eine deutlich linksschiefe Verteilung, da die Beschäftigten überwiegend gute Noten vergeben. Nur rund 3 Prozent erleben ihr Arbeitsklima insgesamt als „mangelhaft“ oder sogar „ungenügend“, etwa 6 Prozent vergeben einen „Einserdurchschnitt“. Das Arbeitsklima steht in engem Zusammenhang mit der Arbeitszufriedenheit, dem Engagement und der Wechselabsicht. Beschäftigte mit einem niedrigen Arbeitsklima-Index sind mit ihrer Arbeit unzufriedener, fühlen sich weniger engagiert und überlegen häufiger, ihren Arbeitsplatz zu wechseln.

Die Ergebnisse differenziert nach Beschäftigtenmerkmalen zeigen: Frauen und Männer beurteilen ihre Arbeitsbedingungen ähnlich. Größere Unterschiede bestehen dagegen nach Altersgruppen. Ältere Beschäftigte bewerten ihre Weiterentwicklungsmöglichkeiten schlechter, sind jedoch häufiger zufrieden mit der Zusammenarbeit im Team, der Arbeitsmenge und den Arbeitsinhalten sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Beschäftigte mit höheren Bildungsabschlüssen vergeben tendenziell bessere Noten, vor allem in Bezug auf ihre Vergütung und Entscheidungsspielräume.

Mit dem geplanten Quality Jobs Act der Europäischen Kommission zur Förderung hochwertiger Arbeitsplätze gewinnt die Debatte über die Qualität der Arbeit in Deutschland wieder an Bedeutung. Die Vorzeichen sind jedoch vor dem Hintergrund einer schwächeren Arbeitsmarktlage anders als in den Jahrzehnten des Beschäftigungsaufbaus zuvor. Die wirtschaftliche Unsicherheit drückt zwar auf das Arbeitsklima, die generell eher positive Grundstimmung zeugt jedoch nicht von einem regulatorischen Handlungsbedarf. Neue Standards „hochwertiger“ Arbeitsplätze könnten hingegen zusätzliche Hürden im Arbeitsmarkt festschreiben, die einem Aufschwung der Arbeitskräftenachfrage entgegenwirken.

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IW-Report Nr. 12 31. März 2026 Andrea Hammermann / Oliver Stettes

Arbeitsklima-Index 2025: Beschäftigte geben ihrem Arbeitsplatz gute Noten

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