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IW-Trends Nr. 3 19. Juli 2020 Andrea Hammermann / Michael Voigtländer Bürobeschäftigte in Deutschland: Eine Regionalanalyse

Daten zur Bürobeschäftigung in Deutschland sind Mangelware. Frühere Erhebungen wurden mittlerweile eingestellt oder die Methodik wurde nicht mehr angepasst. Auf Basis von Auswertungen der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung wird ein Ansatz zur Bestimmung der Bürobeschäftigung in Deutschland entwickelt, der eine Vollerhebung ermöglicht.

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IW-Trends Nr. 3 19. Juli 2020 Andrea Hammermann / Michael Voigtländer

Bürobeschäftigte in Deutschland: Eine Regionalanalyse

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Andrea Hammermann / Michael Voigtländer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Daten zur Bürobeschäftigung in Deutschland sind Mangelware. Frühere Erhebungen wurden mittlerweile eingestellt oder die Methodik wurde nicht mehr angepasst. Auf Basis von Auswertungen der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung wird ein Ansatz zur Bestimmung der Bürobeschäftigung in Deutschland entwickelt, der eine Vollerhebung ermöglicht.

Basierend auf der Analyse von Tätigkeiten können Bürobeschäftigungsquoten für Arbeitnehmer nach Wirtschaftszweigen sowie für Selbstständige und Beamte abgeleitet werden. Dies erlaubt auch eine regionale Bestimmung der Bürobeschäftigung. Insgesamt arbeiten in Deutschland rund 14,8 Millionen Menschen in Büros. Im Zeitraum 2012 bis 2018 ist die Anzahl der Bürobeschäftigten um knapp 3 Millionen gestiegen. Die Quote der Bürobeschäftigten hat sich gleichzeitig von 35,2 Prozent auf 36,7 Prozent erhöht. Auch in den größten sieben deutschen Metropolen ist die Bürobeschäftigung stark gestiegen. Die Zuwächse liegen zwischen 23 Prozent in Düsseldorf und 42 Prozent in Berlin. Noch stärker ist die Bürobeschäftigung in einigen Kreisen – besonders in Bayern – gewachsen. Rund 46 Prozent der sozialversicherungspflichtig Bürobeschäftigten arbeiten gelegentlich oder häufig im Homeoffice, bei weiteren 39 Prozent liegt zumindest das Potenzial für Homeoffice vor. Seit 2006 ist der Anteil der Arbeitnehmer, die häufig oder gelegentlich im Homeoffice arbeiten, um rund 9 Prozentpunkte gestiegen. Mit Blick auf strukturelle Veränderungen, die infolge der Corona-Pandemie möglicherweise verstärkt werden, wird das Institut der deutschen Wirtschaft künftig regelmäßig empirische Erhebungen zur Bürobeschäftigung in Deutschland vorlegen.

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