1. Home
  2. Presse
  3. Presseveranstaltungen
  4. Die Zukunft der Sozialen Pflegeversicherung
Pressekonferenz Presseveranstaltung 14. Juli 2014 Die Zukunft der Sozialen Pflegeversicherung

Fakten und Reformperspektiven

Download Programm
14. Jul
Pressekonferenz Presseveranstaltung 14. Juli 2014

Die Zukunft der Sozialen Pflegeversicherung

Download Programm

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Fakten und Reformperspektiven

Die Regierung will die Beiträge zur Sozialen Pflegepflichtversicherung erhöhen, ihre Leistungen ausweiten und einen Pflegevorsorgefonds einrichten. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sind diese Pläne allerdings nicht geeignet, die Pflegeversicherung zukunftsfähig und generationengerechter zu machen. Das IW Köln rät stattdessen dazu, einen Teil der Versicherung künftig kapitalgedeckt zu finanzieren.

Laut IW-Berechnungen wird die Zahl der Pflegefälle in Deutschland in einem pessimistischen Szenario bis 2050 von heute 2,5 auf 4,2 Millionen steigen. Im optimistischen Szenario ist immer noch mit 1 Million Pflegefällen zusätzlich zu rechnen. Selbst wenn die Pflegekosten für jeden einzelnen Betroffenen nicht steigen, klettern die Ausgaben der Sozialen Pflegeversicherung allein aufgrund der Bevölkerungsalterung bis zum Jahr 2050 je nach Szenario auf 37,9 respektive 33,7 Milliarden Euro. Heute sind es lediglich 21,9 Milliarden Euro.

Der geplante Vorsorge-Fonds, mit dem Geld für die Zukunft angespart und gewinnbringend angelegt werden soll, wäre laut IW-Berechnungen kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Zudem ist nicht absehbar, ob eine künftige Regierung den Fonds nicht doch zweckentfremdet – wie aktuell die Rücklagen der gesetzlichen Rentenversicherung. Die geplante Erhöhung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung in zwei Schritten auf 2,55 Prozent vermag die Finanzierungslücke nicht zu schließen. Im Jahr 2050 betrüge sie 11,5 bis 15,7 Milliarden Euro – trotz Beitragssatzerhöhung.

Deshalb empfehlen die IW-Wissenschaftler einen anderen Weg: Die stationäre Pflege, die meist erst am Lebensende nötig wird, soll nicht länger durch die umlagefinanzierte Pflegeversicherung abgedeckt werden, sondern über eine neue, kapitalgedeckte Alternative. Dann würde jede Generation selbst für ihr Pflegerisiko vorsorgen. IW-Direktor Professor Michael Hüther: "Mit diesem Vorschlag würde der Automatismus, Finanzierungslasten einfach immer weiter auf nachfolgende Generationen zu verschieben, zumindest zum Teil durchbrochen. Ein erster Schritt hin zu mehr Generationengerechtigkeit."

Zu den Fotos von der Pressekonferenz auf Flickr

Download Programm

Soziale Pflegeversicherung: Reformvorhaben führen nicht zum Ziel

Pressemitteilung

Download Programm

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente und privaten Altersvorsorge
Jochen Pimpertz / Ruth Maria Schüler Gutachten 20. Januar 2022

Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente und privaten Altersvorsorge

Mit der einsetzenden Alterung der geburtenstarken Jahrgänge geraten Beitragssatz- und Sicherungsziele in der umlagefinanzierten GRV absehbar unter Druck. Um eine zunehmende intergenerative Verschiebung der Finanzierungslasten zu vermeiden, sieht die ...

IW

Artikel lesen
Jochen Pimpertz IW-Nachricht 20. Januar 2022

Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente? Schwierig!

Eine große Rentenreform bleibt auch mit der neuen Regierung aus. Stattdessen soll Kapitaldeckung in der Rentenversicherung helfen, den Beitragssatzanstieg zu bremsen. In Anbetracht der vielen hundert Milliarden Euro, die dafür notwendig sind, ist dieser Weg ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880