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Michael Voigtländer Presseveranstaltung 13. September 2017 Pressegespräch mit Livestream: Perspektiven für private Kleinvermieter

Deutschland ist traditionell eine Mieternation, knapp 55 Prozent aller Haushalte hierzulande leben in einer gemieteten Wohnung. Die überwiegende Mehrheit aller Mietwohnungen wird von sogenannten Kleinvermietern angeboten, also Haushalten, die sich nicht hauptberuflich mit der Vermietung von Wohnungen und Gewerbeflächen beschäftigen.

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13. Sep
Michael Voigtländer Presseveranstaltung 13. September 2017

Pressegespräch mit Livestream: Perspektiven für private Kleinvermieter

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Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Deutschland ist traditionell eine Mieternation, knapp 55 Prozent aller Haushalte hierzulande leben in einer gemieteten Wohnung. Die überwiegende Mehrheit aller Mietwohnungen wird von sogenannten Kleinvermietern angeboten, also Haushalten, die sich nicht hauptberuflich mit der Vermietung von Wohnungen und Gewerbeflächen beschäftigen.

Private Kleinvermieter spielen für den deutschen Mietwohnungsmarkt eine große Rolle. Rund 60 Prozent aller Mietwohnungen werden von den etwa 3,9 Millionen privaten Kleinvermietern angeboten. Dies entspricht 9 Prozent aller Haushalte in Deutschland. Besonders viele Vermieter finden sich in Baden-Württemberg mit einer Quote von 15,1 Prozent, die geringste Quote weist Sachsen-Anhalt mit 2,6 Prozent auf. Mit ihren breit gefächerten und individuellen Angeboten tragen die privaten Vermieter in entscheiden-der Weise zur Akzeptanz des Mietwohnungsmarktes bei.

Private Kleinvermieter finden sich in allen gesellschaftlichen Gruppen. Freiberufler und Selbständige sind mit knapp 14 Prozent zwar im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überrepräsentiert, aber die größten Gruppen stellen Rentner und Angestellte mit jeweils mehr als 30 Prozent. Auch hinsichtlich des Einkommens gibt es eine breite Streuung. Immerhin 6 Prozent der einkommensschwächsten Haushalte vermieten Wohneigentum, unter den 20 Prozent einkommensstärksten Haushalten sind es 21 Prozent. Auffällig ist darüber hinaus, dass private Vermieter deutlich älter sind als die Gesamtbevölkerung. 28 Prozent der Kleinvermieter sind über 65 Jahre alt. Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind zwar in den letzten Jahren gestiegen, aber nur wenige Vermieter können ihr Einkommen hierdurch entscheidend erhöhen. Bei 53 Prozent der Vermieter betragen die Nettoeinkünfte weniger als 5.000 Euro pro Jahr, bei knapp 20 Prozent lie-gen die Einkünfte bei mehr als 10.000 Euro pro Jahr.

Auch in Köln und Düsseldorf ist die Zahl der Vermieter gestiegen, wobei die Entwick-lung im Zeitablauf durch den Zensus und die damit verbundene Anpassung der Bevöl-kerungszahlen verzerrt ist. Die Zahl der vermietenden Haushalte beträgt in Düsseldorf rund 15.200, in Köln sind es etwa 25.800. Durchschnittlich bewirtschaften die Vermieter 6,3 (Köln) bzw. 6,9 (Düsseldorf) Wohnungen.

Auffällig ist, dass die Zahl der Vermieter trotz bester Voraussetzungen aufgrund des Niedrigzinsumfelds, der Konjunktur und der starken Wohnungsnachfrage am aktuellen Rand stagniert. Allerdings nehmen auch die Belastungen für private Kleinvermieter zu. Hier sind sowohl u. a. die finanziellen Belastungen aus energetischen Modernisierun-gen als auch die zunehmenden Regulierungen wie etwa die Mietpreisbremse oder Er-haltungssatzungen (Milieuschutz) zu nennen. Angesichts der großen Diversität der Vermieter ist daher eine Politik mit mehr Augenmaß gefordert, damit es Deutschland nicht wie anderen Ländern geht, in denen private Vermieter durch steigende Anforde-rungen und Regulierungen letztlich aus dem Markt gedrängt worden sind.

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Michael Voigtländer / Björn Seipelt: Perspektiven für private Kleinvermieter

Gutachten für den Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 und Haus und Grund Düsseldorf und Umgebung

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Michael Voigtländer / Björn Seipelt: Private Vermieter – Aus allen Schichten

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