1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Neue Grunderwerbsteuer muss her
Zeige Bild in Lightbox Neue Grunderwerbsteuer muss her
(© Foto: SolisImages/iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Wohneigentumsförderung Pressemitteilung Nr. 12 2. März 2017

Neue Grunderwerbsteuer muss her

Wohneigentum ist ein wichtiger Teil der Altersvorsorge. Doch trotz niedriger Zinsen bleibt die Bundesrepublik ein Land der Mieter. Grund dafür sind neben dem mangelnden Angebot an Immobilien auch die hohen Eigenkapitalanforderungen und die erheblichen Kaufnebenkosten. Dabei gäbe es Wege aus dem Dilemma, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Je teurer eine Immobilie, desto mehr Eigenkapital benötigen die Käufer: Banken erwarten häufig eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 Prozent. Hinzu kommen Nebenkosten – Grunderwerbssteuer, Makler- und Notargebühren –, die bei 10 Prozent und mehr des Kaufpreises liegen. Insgesamt müssen Käufer also oft 30 Prozent der Kaufsumme auf der hohen Kante haben. Allerdings hat nur ein Fünftel der Mieter ein Vermögen von mehr als 50.000 Euro. Das schlägt sich in der Wohneigentumsquote nieder: Seit 2011 stagniert der Anteil der Immobilienbesitzer in Deutschland bei 45 Prozent.

Eine Umstrukturierung der Grunderwerbsteuer könnte dies ändern. Die Steuer sollte so gestaltet werden, dass sie monatlich über einen Zeitraum von zehn Jahren beglichen werden kann, schlagen die IW-Forscher vor. Außerdem sollten die Bundesländer die Grunderwerbsteuer senken, bei Weiterverkäufen innerhalb von fünf Jahren jedoch eine Zusatzsteuer erheben. „So machen die Länder bei den Steuereinnahmen keine Verluste, gleichzeitig sanktioniert die Steuer die Spekulation mit Wohnungen“, erklärt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer.

Zudem sollten Möglichkeiten geprüft werden, die Immobilienfinanzierung von Geringverdienern zu unterstützen, um den notwendige Eigenkapitalanteil zu senken. Als dritte Maßnahme schlagen die IW-Forscher neue Finanzierungsmodelle vor. Beim Miet-Kauf-Modell etwa mieten potenzielle Käufer die Immobilie zunächst und kaufen sie dann zu einem festen Zeitpunkt, was den Kapitalbedarf senkt. „Die Mietzahlungen können dabei zu einem gewissen Teil auch als Anzahlung auf den Kaufpreis berücksichtigt werden“, sagt Voigtländer.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
IW-Cube Compact Living Report 2022
Christian Oberst / Pekka Sagner / Michael Voigtländer Gutachten 10. August 2022

IW-Cube Compact Living Report 2022

Der Markt für Compact Living, also Wohnungen mit maximal 1,5 Räumen, hat sich auch im Jahr 2021 gut entwickelt. Durchschnittlich sind die Kaufpreise qualitätsbereinigt um 12,2 Prozent und die Mieten um 2,5 Prozent gestiegen.

IW

Artikel lesen
Christian Oberst Interaktive Grafik 10. August 2022

Regionale Mietpreisentwicklung 2021 für Compact Living

Kreisgröße nach Einwohnerzahl der 71 Großstädte, Einfärbung nach qualitätsbereinigte Mietentwicklung in Prozent zum Vorjahreszeitraum, Median-Mieten nach Lage und Median-Laufzeit als Text.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880