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(© Foto: Calado - Fotolia)
Michael Voigtländer Pressemitteilung Nr. 54 19. Dezember 2014

Deutsche Immobilien: Als sicherer Hafen begehrt

Zwar belasten die weltweiten politischen Krisen die Wirtschaft. Doch gleichzeitig wird Deutschland als Hort für sichere Immobilien-Anlagen immer attraktiver. Davon jedenfalls geht fast jede zweite der deutschen Immobilienfirmen aus, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für den IW Immobilien-Index jetzt zum dritten Mal zu ihren Geschäftserwartungen befragt hat.

Der Immobilienboom in Deutschland hält an. Auch für 2015 sind die Geschäftserwartungen der Branche insgesamt sehr positiv. So rechnen 58 Prozent der 130 vom IW befragten Unternehmen damit, dass sich die Preise für ihre Immobilien erhöhen werden; 54 Prozent wollen daher ihre Portfolios ausbauen. Auch die Mietpreisentwicklung stufen die Immobilienfirmen positiv ein: 52 Prozent erwarten steigende Mieten. Insbesondere die Unternehmen der Wohnungswirtschaft gehen davon aus, dass sie die Mieten weiter anheben können. So überrascht nicht, dass der Geschäftsklima-Index der Branche im vierten Quartal 2014 mit 43,5 Punkten nur leicht unter dem des Vorquartals (47,7 Punkte) lag.

Treiber für die gute Marktentwicklung ist nach Einschätzung der Immobilienfirmen die Suche vieler, auch internationaler Anleger nach sicheren Investments. Ihr Geld fließt verstärkt in Immobilien, weil Alternativen mit attraktiven Renditen fehlen. Ein weiterer Grund für die steigende Nachfrage nach deutschen Immobilien sind die weltweiten Krisenherde – von der Ukraine bis hin zum Nahen Osten. Immerhin 47 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass sich daraus positive Nachfrageeffekte für deutsche Wohnimmobilien ergeben werden; 35 Prozent rechnen mit weiter steigender Nachfrage nach Gewerbeimmobilien. Fazit der IW-Immobilienökonomen: „Der deutsche Immobilienmarkt wird immer noch als sicherer Hafen eingestuft, in den Investoren in unsicheren Zeiten flüchten.“

Für den IW Immobilien-Index, der vierteljährlich erscheint, werden kontinuierlich die Vorstände der großen deutschen Immobilienfirmen dazu befragt, wie sie die aktuelle Geschäftslage ihres Unternehmens beurteilen und welche Entwicklung sie erwarten.

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