1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Leerstand greift um sich
Zeige Bild in Lightbox Leerstand greift um sich
(© Foto: DOC RABE Media - Fotolia)
Wohnungsmarkt Pressemitteilung Nr. 39 5. September 2013

Leerstand greift um sich

Deutschland diskutiert steigende Immobilienpreise und horrende Mieten. Und das, obwohl nur 15 der 80 Millionen Bundesbürger in Regionen leben, in denen das Wohnen in den vergangenen Jahren tatsächlich teurer geworden ist. Vielmehr wird der Wohnungsleerstand zu einem immer größeren Problem – nicht nur für ländliche Regionen im Osten, sondern auch für Großstädte im Westen.

Das zeigen neue Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die IW-Wissenschaftler haben für ihre Analyse die Nachfrage nach Wohnfläche für alle 402 Landkreise und kreisfreien Städte vorausberechnet. In verschiedenen Szenarien haben die Wissenschaftler unter anderem berücksichtigt, dass sich der Pro-Kopf-Bedarf an Wohnraum unterschiedlich entwickeln könnte.

Im Szenario mit konstantem Pro-Kopf-Bedarf ginge schon bis zum Jahr 2030 die Nachfrage nach Wohnraum in 240 der 402 Landkreise und kreisfreien Städte zurück. Davon betroffen wären sogar Metropolen wie Essen oder Dortmund. Am härtesten träfe die Entwicklung allerdings Regionen in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Den größten Zuwachs bei der Nachfrage hätten indes nicht etwa Berlin oder Hamburg, sondern das Münchner Umland, also Erding, Ebersberg, Dachau und Freising. Doch ganz gleich, welches Szenario Realität wird: Im Jahr 2050 wird der Gipfel bei der Wohnungsnachfrage auf jeden Fall überschritten sein – selbst bei jährlich 200.000 Zuwanderern aus dem Ausland und einem weiteren Anstieg der Pro-Kopf-Nachfrage. IW-Immobilienexperte Professor Michael Voigtländer: „Wichtig ist, dass wir aus den absehbaren Entwicklungen die richtigen Schlüsse ziehen und mit einer Vielzahl langfristiger finanzieller Maßnahmen die Potenziale im ländlichen Raum bündeln.“

Zu den gesamten Materialien

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Wohnungsbau in Berlin.
Ralph Henger / Michael Voigtländer Gutachten 21. Juni 2024

Aktuelle Ergebnisse des ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI): Verbesserte Stimmung trotz schwieriger Lage

Die Sommerbefragung 2024 des ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI) dokumentiert erneut eine spürbare Stimmungsaufhellung der Immobilienunternehmen. Im Vergleich zum Vorquartal steigt sowohl die Einschätzung der Geschäftslage von 5,0 auf 15,6 als auch die ...

IW

Artikel lesen
Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Michael Voigtländer Gutachten 14. Juni 2024

Mehr Wohnungsmangel durch steigende Bedarfe und sinkende Bautätigkeit

Der Bedarf an neuen Wohnungen und Häusern ist durch die hohe Zuwanderung in den letzten Jahren stark gestiegen. Um die angespannte Situation auf dem deutschen Wohnungsmarkt zu entspannen, müsste die Bautätigkeit insbesondere in den Großräumen der wachsenden ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880