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VW hat mit sinkenden Verkaufszahlen in China zu kämpfen. (© Sean Gallup / Getty Images)
Pressemitteilung 24. Februar 2026 Jürgen Matthes

Autoexporte nach China brechen um ein Drittel ein

Die deutschen Autoexporte nach China brechen massiv ein, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Auch andere Schlüsselindustrien verlieren deutlich an Boden.

Die Ausfuhren der deutschen Autoindustrie nach China sind im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel zurückgegangen. Seit dem Höchststand im Jahr 2022 ist das Geschäft mit Pkw und Autoteilen um mehr als die Hälfte eingebrochen. Während die Hersteller damals noch Waren im Wert von fast 30 Milliarden Euro exportierten, waren es 2025 weniger als 14 Milliarden Euro.

Starker Rückgang in vielen Schlüsselbranchen

Mit einem Anteil von knapp 21 Prozent an den deutschen Warenexporten nach China ist der Maschinenbau hier inzwischen die wichtigste Branche und hat die Automobilindustrie überholt. Allerdings gingen die Exporte auch in dieser Branche um fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Exportüberschuss sank von einem Rekordwert von 10,5 Milliarden Euro im Jahr 2018 auf weniger als drei Milliarden Euro.

Auch die metallverarbeitende Industrie steht unter Druck: Ihre Ausfuhren nach China gingen 2025 um fast 13 Prozent zurück; seit dem Höchststand im Jahr 2022 summiert sich das Minus auf rund 25 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Einfuhren von Metallerzeugnissen aus China nach Deutschland deutlich – sie legten im vergangenen Jahr um knapp 13 Prozent zu.

Kurswechsel gegenüber China

„Die starken Exportrückgänge bei gleichzeitig steigenden Importen sind kein normaler Konjunktureffekt, sondern auch das Ergebnis massiver Wettbewerbsverzerrungen“, sagt IW-Handelsexperte Jürgen Matthes. Bei seiner Reise nach China muss Bundeskanzler Friedrich Merz das Thema klar ansprechen und darf es nicht aus Sorge vor Gegenwind aus Peking ausklammern. Wenn sich an den unfairen Praktiken nichts ändere, sei Europa gezwungen, Ausgleichszölle einzuführen. „China ist wegen seiner schwächelnden Wirtschaft auf den europäischen Markt angewiesen und erzielt hier hohe Gewinne. Das ist ein Hebel – auch bei den Verhandlungen über eine verlässliche Versorgung mit kritischen Rohstoffen und seltenen Erden“, so Matthes.
 

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China-Schock trifft vor allem die Autoindustrie
IW-Kurzbericht Nr. 13 24. Februar 2026 Jürgen Matthes

Deutscher Warenhandel mit China im Jahr 2025: China-Schock trifft vor allem die Autoindustrie

Jürgen Matthes Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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