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Gutachten 23. Oktober 2026 Jasmina Kirchhoff / Lydia Malin Bedeutung des Branchenwechsels für die Pharmaindustrie – Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie

Wie durchlässig ist der Arbeitsmarkt für die Pharmaindustrie, und wie stark ist die Branche auf Beschäftigte aus anderen Wirtschaftszweigen angewiesen?

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Bedeutung des Branchenwechsels für die Pharmaindustrie – Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie
Gutachten 23. Oktober 2026 Jasmina Kirchhoff / Lydia Malin

Bedeutung des Branchenwechsels für die Pharmaindustrie – Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie

Machbarkeitsstudie im Auftrag des Verbands forschender Arzneimittelhersteller e. V. (vfa)

Jasmina Kirchhoff / Lydia Malin Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Wie durchlässig ist der Arbeitsmarkt für die Pharmaindustrie, und wie stark ist die Branche auf Beschäftigte aus anderen Wirtschaftszweigen angewiesen?

Die Studie untersucht auf Basis von Sonderauswertungen der Bundesagentur für Arbeit, aus welchen Branchen die Pharmaindustrie zwischen 2013 und 2024 neue Beschäftigte gewann und in welche Branchen Beschäftigte wechselten, die ihr Arbeitsverhältnis in einem pharmazeutischen Unternehmen verließen.

Beschäftigte aus anderen Branchen spielen für die Rekrutierung der Pharmaindustrie eine wichtige Rolle – und das aus einer Vielzahl von industriellen und nicht-industriellen Wirtschaftszweigen.

  • Die Pharmaindustrie ist bei der Stellenbesetzung immer stärker auf Wechsel von Personen aus anderen Branchen angewiesen. 
    Neue Beschäftigungsverhältnisse in der Pharmaindustrie wurden im Zeitablauf zunehmend von Personen eingegangen, die aus anderen Branchen in die Pharmaindustrie wechselten. Ihr Anteil an den Neuverträgen in der Pharmaindustrie stieg von 63 Prozent im Jahr 2013 auf 69 Prozent im Jahr 2024. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil der geschlossenen Neuverträge mit Personen, die direkt davor in der Pharmaindustrie tätig waren, von 27 auf knapp 24 Prozent.
  • Ein Wechsel aus der Pharmaindustrie scheint in nahezu alle Branchen möglich zu sein. 
    Personen, die im Jahr 2024 die Pharmaindustrie verließen, wechselten unter anderem in andere Branchen des Verarbeitenden Gewerbes, wie in die Chemie oder in die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln. Daneben nahmen sie eine neue Beschäftigung etwa im Handel, in der Arbeitnehmerüberlassung, im Gesundheitswesen oder in der Forschung und Entwicklung auf. Im Ergebnis lässt sich kein eindeutiger Branchenschwerpunkt ausmachen, da sich die neu begonnenen Beschäftigungsverhältnisse der Personen, die die Pharmaindustrie verließen, auf eine Vielzahl industrieller und nicht-industrieller Branchen verteilten. Personen, die im Jahr 2024 eine neue Beschäftigung aufnahmen und davor in der Pharmaindustrie eingestellt waren, verblieben jedoch auch häufig in der Branche selbst: Fast jeder dritte Neuvertrag dieser Personen wurde erneut in einem pharmazeutischen Unternehmen geschlossen.
  • Beschäftigte aus anderen industriellen Branchen werden für die Pharmaindustrie als Rekrutierungsquelle immer wichtiger. 
    Dabei gewannen einige Herkunftsbranchen im Zeitablauf besonders stark an Bedeutung: Die Zahl der Neuverträge mit Personen, die aus anderen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in die Pharmaindustrie wechselten, wuchs zwischen 2013 und 2024 mit durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr stärker als jene mit Personen anderer Herkunftssektoren, etwa aus dem Handel (2,1 Prozent) oder sogar aus der Pharmaindustrie selbst (0,2 Prozent).
  • Die Wanderungsbilanz der Pharmaindustrie fiel 2024 mit einem Plus von 5.234 Beschäftigten deutlich positiv aus. 
    Im Jahr 2024 wechselten mehr Beschäftigte aus anderen Branchen in die Pharmaindustrie als Beschäftigte aus pharmazeutischen Unternehmen neue Verträge in Unternehmen anderer Branchen abschlossen.
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Bedeutung des Branchenwechsels für die Pharmaindustrie – Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie
Gutachten 23. Oktober 2026 Jasmina Kirchhoff / Lydia Malin

Bedeutung des Branchenwechsels für die Pharmaindustrie – Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie

Machbarkeitsstudie im Auftrag des Verbands forschender Arzneimittelhersteller e. V. (vfa)

Jasmina Kirchhoff / Lydia Malin Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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