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Kein Bock mehr auf die EU: Die AfD und ihre beiden Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla wollen die EU in ihrer jetzigen Form abschaffen. (© Foto: Sean Gallup / GettyImages)
Pressemitteilung 19. Mai 2024 Hubertus Bardt / Lennart Bolwin / Berthold Busch / Jürgen Matthes

Europawahl: Dexit würde 690 Milliarden Euro kosten

Die Alternative für Deutschland (AfD) fordert den Austritt Deutschlands aus der EU. Dieser sogenannte Dexit würde einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge nicht nur Milliarden Euro Wertschöpfung kosten, sondern auch Millionen Arbeitsplätze in der Bundesrepublik vernichten.

Am 9. Juni findet in Deutschland die Wahl zum zehnten Europäischen Parlament statt. Bei der vergangenen Wahl 2019 stimmen die Briten noch mit ab, kurz danach verließen sie die EU. Geht es nach der AfD, würden es die Deutschen den Briten gleichtun – auf den Brexit soll der Dexit folgen. Welche Auswirkungen das für die deutsche Wirtschaft hätte, zeigt eine neue IW-Studie: Bereits nach fünf Jahren würde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um schätzungsweise 5,6 Prozent geringer ausfallen. Der Verlust wäre vergleichbar mit dem der Corona- und Energiekrise zusammen. Innerhalb der ersten fünf Jahre würden der Bundesrepublik so 690 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren gehen.  

Millionen Arbeitslose und weniger Wohlstand als heute 

Ein weiterer Effekt: Den IW-Schätzungen nach würden aufgrund des Dexits rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Weil Deutschland als Exportnation stark vom Handel mit anderen Staaten abhängig ist, insbesondere anderer EU-Mitglieder, bekämen Unternehmen und Verbraucher die Folgen hierzulande deutlich zu spüren. 

Nicht nur Wohlstand, sondern auch Freiheit 

„Unsere Analyse zeigt, dass der Brexit kein nachahmenswertes Unterfangen ist“, sagt Studienautor und IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt. „Der Austritt hätte katastrophale Folgen für die Unternehmen, den Standort Deutschland und die Menschen hierzulande.“ Der Brexit und die negativen Erfahrungen seien eine Warnung für andere Mitgliedstaaten, die wirtschaftliche Integration leichtfertig aufzugeben. „Wir sollten auch nicht vergessen, dass es in der EU nicht nur um Wohlstand, sondern auch um Offenheit, Freiheit und Frieden geht“, so Bardt.

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Brexit – Kein Vorbild für Deutschland
IW-Trends Nr. 2 19. Mai 2024 Hubertus Bardt / Lennart Bolwin / Berthold Busch / Jürgen Matthes

Brexit – Kein Vorbild für Deutschland

Hubertus Bardt / Lennart Bolwin / Berthold Busch / Jürgen Matthes Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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