1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Transformation: Mitarbeiter wollen mehr eingebunden werden
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Annette Dietz / Andrea Hammermann / Oliver Stettes Pressemitteilung 10. Juni 2022

Transformation: Mitarbeiter wollen mehr eingebunden werden

Mitarbeiter sind oftmals verunsichert, wenn große Veränderungen in ihrem Unternehmen anstehen. Betriebe können der Belegschaft Ängste nehmen, indem sie den Veränderungsprozess transparent machen und Mitarbeiter weiterbilden. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass Beschäftigte Transformationen häufig positiv erleben, sich jedoch wünschen, mehr einbezogen zu werden.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Corona-Pandemie, ökologischer Wandel und Krieg: Mehrere große Herausforderungen krempeln seit geraumer Zeit die Arbeitswelt gehörig um. Hier werden zwei Geschäftsfelder zusammengelegt, dort müssen sich Abteilungen neu organisieren und der Trend hin zum mobilen Arbeiten verändert die Zusammenarbeit im Team. Für Mitarbeiter und Führungskräfte ist Veränderung häufig ein schmerzhafter Prozess, der genau geplant und erklärt werden muss. Damit der Wandel gelingt, helfen sechs Aspekte: Notwendigkeit der Veränderung erklären, Strategie transparent machen, Ansprüche berücksichtigen, Mitgestaltungsmöglichkeiten schaffen, in Weiterbildung investieren und Fehlerkultur stärken. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Zusammenarbeit mit StepStone, New Work und Kienbaum untersucht, wie gut diese sechs Punkte aus Sicht der Führungskräfte und der Mitarbeiter erfüllt werden. 

Wahrnehmung geht auseinander

Die Forschungspartner haben dafür über 3.600 Beschäftigte und knapp 1.500 Führungskräfte nach ihren Erfahrungen mit Transformationsprozessen in den vergangenen zwei Jahren gefragt. Das Ergebnis: Die Wahrnehmung beider Gruppen geht deutlich auseinander. So sieht etwa jede fünfte Führungskraft alle genannten Aspekte erfüllt, während es bei den Beschäftigten nur jeder zehnte ist. Besonders deutlich werden diese Unterschiede bei der Erklärung, warum die Veränderung notwendig ist. Zwei Drittel der Führungskräfte sind davon überzeugt, dass die Notwendigkeit ausreichend vermittelt wird. Dieser Meinung sind allerdings nur knapp 42 Prozent der Mitarbeiter. Dabei lohnt es sich, die sechs Aspekte zu beherzigen und auf die Mitarbeiter zuzugehen: Betriebe, die hierauf in Veränderungsprozessen achten, haben zufriedenere Mitarbeiter. Auch die Wechselneigung der Beschäftigten ist geringer. 

Veränderungskultur und Weiterbildung

Die Auswertung zeigt außerdem, wie wichtig die Unternehmenskultur, genauer gesagt eine Kultur der Veränderung ist. Unternehmen, die die Veränderungsfähigkeit der Mitarbeiter fördern, sind oftmals erfolgreicher bei Transformationsprozessen. Dazu gehören auch Weiterbildungen: Diese stärken nicht nur die Veränderungsfähigkeit, sondern vermitteln den Mitarbeitern auch Wertschätzung. „Wer sich sicher fühlt, ist eher bereit, sich Veränderungen zu stellen und diese aktiv mitzugestalten“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. „Am Ende kommt es auf die Menschen an, die in einer Organisation Lösungen kreieren und umsetzen.“

PDF herunterladen
Betriebe im Transformationsprozess
Annette Dietz / Andrea Hammermann / Oliver Stettes IW-Report Nr. 33 10. Juni 2022

Hinter den Kulissen des Auf- und Umbruchs: Betriebe im Transformationsprozess

Studie in Zusammenarbeit mit StepStone, New Work Se und Kienbaum

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Homeoffice in der Verwaltung
Christiane Flüter-Hoffmann im Staatsanzeiger Gastbeitrag 16. November 2022

Fluch oder Segen?: Homeoffice in der Verwaltung

Jetzt, wo es keine Homeoffice-Pflicht mehr gibt, wo wir aus dem Großversuch mit Experimentiercharakter alle sehr viel gelernt haben – wie kann das Homeoffice jetzt für uns alle zu einem Segen werden? Dieser Frage geht Christiane Flüter-Hoffmann in einem ...

IW

Artikel lesen
Holger Schäfer in der Frankfurter Rundschau Interview 10. November 2022

Bürgergeld: „Es geht nicht um Strafen”

Am Donnerstag entscheidet der Bundestag über den Entwurf der Bundesregierung zum Bürgergeld. IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer kritisiert die Pläne der Ampel und plädiert dafür, Sanktionen beizubehalten, wenn Arbeitslose ein Jobangebot ablehnen.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880