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Zeige Bild in Lightbox Von der Leyen und Donald Trump einigen sich auf Zolldeal
Die EU hat sich auf die Umsetzung des Zolldeals mit den USA geeinigt. (© Gettyimages)
IW-Nachricht 20. Mai 2026 Samina Sultan

USA-EU-Zolldeal: Triumph für Trump - Stabilität für die EU

Die EU hat sich auf die Umsetzung des Zolldeals mit den USA geeinigt. Kein großer Erfolg – aber er sichert Europa ein gewisses Maß an Stabilität.

Es gibt nichts zu beschönigen: Die EU kommt den USA weit entgegen, indem sie ihre Zölle auf viele US-Importe auf null senkt, während die USA seit August 2025 grundsätzlich 15 Prozent Zoll erheben. Klar ist: Trump konnte den Deal nur durchsetzen, weil Europa sicherheitspolitisch von den USA abhängig ist. 

Gleichwohl zeigen aktuelle IW-Berechnungen, dass der effektive US-Zoll für Importe aus der EU zwischen September 2025 und Februar 2026 bei durchschnittlich 8,2 Prozent lag – weit unter dem Satz von 15 Prozent. Die effektiven Zollsätze anderer wichtiger US-Handelspartner lagen deutlich höher: Japan zahlte im Schnitt 14 Prozent, Indien über 19 Prozent, China gar knapp 34 Prozent. Der Deal verschafft der EU also einen relativen Vorteil und ein Maß an Stabilität – wenn auch zu einem Preis. 

Das Urteil des Obersten Gerichts bremst zwar Trumps Zoll-Willkür – doch seine Administration arbeitet längst an neuen Zöllen. Richtig also, dass die EU im Deal die Schutzmechanismen verschärft hat: Verstoßen die USA gegen das Abkommen, kann Brüssel seine Zollsenkungen zurücknehmen. Mit den Zusatzzöllen auf einige Maschinenbauprodukte verstoßen die USA bereits jetzt gegen den Geist des Deals. Zurecht koppelt die EU ihre Zollsenkungen daher an ein US-Einlenken an dieser Stelle bis Jahresende.

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