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Regina Flake IW-Nachricht 30. August 2017

Berufsausbildung: Jugendliche gezielter informieren

Rund eine halbe Million Jugendliche haben sich 2016 für eine Ausbildung entschieden. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr, der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Die Zahlen zeigen aber auch, dass einige Berufe dem allgemeinen Negativtrend trotzen und Unternehmen in einzelnen Engpassberufen mehr ausbilden.

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Immer weniger junge Menschen starten eine Ausbildung, das meldet das Statistische Bundesamt. Im Jahr 2016 sank die Zahl bereits im fünften Jahr in Folge. Ein dramatischer Trend, da für viele Unternehmen die Ausbildung im dualen System das wichtigste Instrument ist, um ihren Fachkräftenachwuchs zu finden. Aber es gibt auch Ausbildungsberufe mit einer positiven Entwicklung: So haben im vergangenen Jahr mehr junge Menschen eine Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik (+ 11,6 Prozent), Mechatroniker (+2,3 Prozent) oder Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (+1,2 Prozent) begonnen – drei Ausbildungsberufe, die zu den Top-10-Engpassberufen auf dem Arbeitsmarkt gehörten.

Dies zeigt, dass junge Menschen durchaus auf verstärkte Ausbildungsangebote in diesen Berufen reagieren und so künftigen Fachkräfteengpässen entgegenwirken. Allerdings wünschen sich die Unternehmen noch mehr Flexibilität von den Bewerbern - sie sollten sich noch offener und breiter über die Möglichkeiten auf dem Ausbildungsmarkt informieren.

Denn die neuesten Zahlen zeigen auch: Derzeit gibt es zwar 328 anerkannte Ausbildungsberufe, doch rund ein Viertel aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge konzentrieren sich nach wie vor auf die fünf häufigsten Ausbildungsberufe. Auch geschlechtstypische Berufsentscheidungen fallen immer noch nach alten Mustern: So entscheiden sich junge Männer am häufigsten für den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers. Frauen zieht es dagegen vor allem ins Büromanagement. Politik, Schulen und Unternehmen müssen Jugendliche deshalb noch besser über die Bandbreite der Ausbildungsberufe sowie die Karriere- und Einkommensperspektiven mit Aus- und Fortbildung informieren. Dabei sollten sie vor allem die Karriereperspektiven in den von Fachkräfteengpässen betroffenen Branchen deutlich machen.

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