1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Pharma: Zwangsrabatt gehört auf den Prüfstand
Zeige Bild in Lightbox Zwangsrabatt gehört auf den Prüfstand
(© Foto: Photographer:Edyta Heckters - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Arzneimittelmarkt IW-Nachricht 26. November 2012

Pharma: Zwangsrabatt gehört auf den Prüfstand

Seit August 2010 müssen die Hersteller patentgeschützter Arzneimittel den gesetzlichen Krankenkassen 16 Prozent Rabatt auf ihre Produkte gewähren. Doch die gesamtwirtschaftliche Lage rechtfertigt diesen Abschlag längst nicht mehr.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Indem der Gesetzgeber den Herstellerrabatt für innovative Arzneimittel Mitte 2010 von 6 auf 16 Prozent erhöht und deren Preise gleichzeitig eingefroren hat, wollte er die steigenden Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bremsen. Denn für das Jahr 2011 rechnete das Bundesgesundheitsministerium ursprünglich mit bis zu 11 Milliarden Euro Miese in der GKV. Doch der hohe Beschäftigungsstand, gute Lohnabschlüsse, der zum Jahreswechsel 2010/2011 um 0,6 Punkte erhöhte Beitragssatz und der höhere Bundeszuschuss zur GKV verwandelten das prognostizierte Defizit in einen Überschuss.

Für 2012 sagen die Schätzer für den Gesundheitsfonds ein weiteres Plus von über 3 Milliarden Euro voraus. Und selbst nach Abschaffung der Praxisgebühr sorgt der hohe Beschäftigungsstand im nächsten Jahr wahrscheinlich für ein ausgeglichenes Ergebnis.

Jedes Jahr überprüft der Gesundheitsminister, ob der erhöhte gesetzliche Abschlag auf innovative Medikamente durch die gesamtwirtschaftliche Situation gerechtfertigt ist. 2013 läuft der erhöhte Rabatt ohnehin aus. Angesichts der stabilen Finanzsituation in der GKV sollte der Zwangsrabatt allerdings schon jetzt zumindest reduziert werden.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
IW-Ökonom Christian Rusche
Christian Rusche im Merkur Interview 6. August 2022

Taiwan-Konflikt: Wirtschaft droht nächste Lieferkrise

Taiwan spielt eine große Rolle für die Weltwirtschaft, vor allem bei Mikrochips. Ein Ausfall träfe deutsche Auto- und Maschinenbauer hart, erklärt IW-Ökonom Christian Rusche im Interview mit Merkur.

IW

Artikel lesen
Klaus-Heiner Röhl IW-Kurzbericht Nr. 59 8. Juli 2022

E-Government in der Warteschleife

Die Regierungskoalition hat sich zu einer zügigen Digitalisierung der Verwaltung bekannt. Doch die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG) kommt nicht voran, obwohl dieses Gesetz Dreh- und Angelpunkt für der Erfolg des E-Governments in Deutschland ist. Gute ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880