1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Die meisten bleiben Aufstocker
Zeige Bild in Lightbox Die meisten bleiben Aufstocker
(© Foto: Kalinovsky Dmitry,+375297500400 - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mindestlohn-Debatte IW-Nachricht 1. Juli 2013

Die meisten bleiben Aufstocker

Die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro würde die Zahl der Personen, die zusätzlich zum Lohn ergänzendes Arbeitslosengeld II beziehen, kaum senken. Einzig alleinstehende Vollzeitkräfte könnten profitieren.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mit einem Stundenlohn von 8,50 Euro können Vollzeitarbeitnehmer im Monat etwas mehr als 1.400 Euro brutto erzielen. Der Staat behält davon 85 Euro Einkommensteuer und rund 290 Euro Sozialversicherungsbeiträge ein. Somit bleiben dem Arbeitnehmer rund 1.060 Euro netto übrig. Ein Alleinstehender hat damit gerade so viel, dass er keinen Anspruch auf ergänzende Leistungen des Arbeitslosengeldes II hat.

Anders sieht es bei größeren Haushalten aus: Hier liegt das Arbeitslosengeld II höher als der Verdienst aus der Erwerbstätigkeit zum Mindestlohn – selbst wenn das Kindergeld als zusätzliche Einkommensquelle berücksichtigt wird.

Im Ergebnis könnten also allenfalls vollzeitbeschäftigte Alleinstehende darauf hoffen, dass sie durch den Mindestlohn nicht mehr „aufstocken“ müssen. Das waren zuletzt allerdings nur rund 80.000 Personen. Ihnen bliebe der Gang zum Job-Center aber auch nur dann erspart, wenn der Mindestlohn nicht dazu führt, dass ihr Job komplett verloren geht.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Sorgen der Selbständigen unauffällig
Ruth Maria Schüler IW-Kurzbericht Nr. 65 3. August 2022

Alterssicherung: Sorgen der Selbständigen unauffällig

Der Koalitionsvertrag formuliert für neue Selbständige ohne obligatorische Alterssicherung eine Pflicht zur Altersvorsorge mit Wahlfreiheit. Eine Auswertung des Sozio-Oekonomischen Panels zeigt, dass zumindest die subjektiv empfundene Sorge um die ...

IW

Artikel lesen
Florian Blank / Johannes Geyer, Peter Haan, Maximilian Schaller / Jochen Pimpertz / Reinhold Thiede / Martin Werding IW-Trends Nr. 2 6. Juli 2022

Soll die gesetzliche Rente unterschiedliche soziodemografische Hintergründe berücksichtigen?

Während das gesetzliche Rentenrecht eine für alle Versicherten einheitliche Regelaltersgrenze vorsieht, deuten empirische Befunde auf eine ungleiche Verteilung der Lebenserwartung hin. Je nach Einkommenshöhe, beruflicher Stellung, berufsbedingten ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880