1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Umsätze 2020: Schöner wohnen in der Krise
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Christian Rusche IW-Nachricht 16. April 2021

Umsätze 2020: Schöner wohnen in der Krise

Die Corona-Pandemie hat durch Lockdowns großen Schaden angerichtet. Der Einzelhandel hat im vergangenen Jahr zwar ein Umsatzplus einfahren können, doch gestaltet sich die Situation in den verschiedenen Einzelhandelsbranchen sehr unterschiedlich. Eine neue IW-Berechnung zeigt, wer die größten Gewinner und Verlierer sind.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Ende März vergangenen Jahres begannen mit dem ersten bundesweiten Lockdown die Probleme für den Einzelhandel in Deutschland: Millionen Arbeitnehmer gingen in Kurzarbeit, Geschäfte mussten schließen und ausbleibende Hilfszahlungen sorgten für reichlich Pessimismus. Als Folge blieben in vielen Branchen Umsätze in Milliardenhöhe aus. Wie groß die Auswirkungen wirklich sind, zeigen neue Berechnungen des IW auf Grundlage von Umsatzzahlen ohne Umsatzsteuer des Statistischen Bundesamtes für das Gesamtjahr 2020. Der Einzelhandel konnte im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 5,4 Prozent verzeichnen und somit rund 1,5 Prozentpunkte mehr als noch 2019 – das sind über 32 Milliarden Euro zusätzlich. 

Baumärkte profitieren besonders

Mit einem Plus von 19 Milliarden Euro ist der Versand- und Internet-Einzelhandel ein naheliegender Profiteur: Während die Umsätze im Jahr 2019 um knapp neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr stiegen, waren es im vergangenen Jahr 25 Prozent. Wo nicht im Geschäft eingekauft werden kann, wird auf das Internet ausgewichen. 

Wenn man das eigene Zuhause nicht verlassen kann, dann sollte es wenigstens schön sein. Diesen Zusammenhang bilden auch die Zahlen ab: Mit drei Milliarden Euro und somit einem um 14,6 Prozent höherem Umsatz im Vergleich zu 2019 profitiert auch der Einzelhandel mit Anstrichmitteln, Bau- und Handwerkerbedarf, wozu unter anderem Baumärkte gehören. Aber auch Händler für Fahrräder, Sportbedarf und Campingausstattung konnten einen Umsatzzuwachs von 14,4 Prozent 2020 im Vergleich zu 10,4 Prozent 2019 gutmachen. In absoluten Zahlen sind das rund 1,5 Milliarden Euro zusätzlich.

Bekleidungsgeschäfte verlieren 

Ganz anders sieht es bei Einzelhandelsgeschäften für Bekleidung aus: Verzeichneten sie 2019 noch ein Plus von 0,8 Prozent, verloren sie im Corona-Jahr 25 Prozent des Umsatzes oder neun Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Ähnlich ist die Situation für Schuhgeschäfte – sie verloren 1,8 Milliarden Euro. Aus einem Umsatzplus von rund zwei Prozent im Jahr 2019 wurde vergangenes Jahr ein Minus von knapp über 22 Prozent. Auch die negativen Auswirkungen der begrenzten Reisemöglichkeiten zeigt sich in den Einzelhandelsumsätzen. So verzeichnete der Einzelhandel mit Lederwaren und Reisegebäck einen Rückgang von fast 17 Prozent, was fast 200 Millionen Euro an fehlendem Umsatz entspricht.  

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Die Effekte der Corona-Pandemie auf den Onlinehandel in Deutschland
Christian Rusche IW-Kurzbericht Nr. 87 25. November 2021

Die Effekte der Corona-Pandemie auf den Onlinehandel in Deutschland

Die Bundesrepublik steuert auf den zweiten Winter unter Coronabedingungen zu. Das ansteigende Infektionsgeschehen und verhängte Einschränkungen dürfte dem E-Commerce erneut Auftrieb verleihen. Anhand aktueller Zahlen lassen sich die Bedeutung des Onlinehandels ...

IW

Artikel lesen
Vera Demary / Hans-Peter Klös / Ralph Henger / Tobias Hentze / Jürgen Matthes / Axel Plünnecke / Thilo Schaefer / Christoph Schröder / Oliver Stettes / Ruth Maria Schüler / Dirk Werner IW-Nachricht 24. November 2021

Koalitionsvertrag von SPD, FDP und Grüne: Große Pläne, viele Fragen

In Berlin wird es konkret: SPD, FDP und die Grünen haben heute ihren Koalitionsvertrag vorgelegt. Einige Ansätze sind sinnvoll, andere werfen viele Fragen auf. Eine Bewertung der wichtigsten Punkte.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880