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Gastbeitrag 21. Juli 2025 Jürgen Matthes im Tagesspiegel

Schwacher Dollar, starker Euro: Welche Folgen hat das für Firmen und Verbraucher?

Exportierende Firmen verlieren an preislicher internationaler Wettbewerbsfähigkeit, schreibt Jürgen Matthes, Leiter des Clusters Internationale Wirtschaftspolitik, Finanz- und Immobilienmärkte am IW, in einem Gastbeitrag 3auf1 für den Tagesspiegel.

Eine Abwertung des US-Dollar und eine spiegelbildliche Euro-Aufwertung haben unterschiedliche Auswirkungen auf Importe und Exporte. Importe werden günstiger, weil wir im Euroraum weniger für ausländische Produkte aus dem Dollarraum zahlen müssen. Davon können Verbraucher nennenswert profitieren, wenn die Euro-Aufwertung stark ist und sie gern auf ausländische Güter zugreifen. Selbst Öl- und Gasimporte aus dem Nahen Osten werden häufig günstiger, weil sie in Dollar abgerechnet werden.

Dagegen verlieren exportierende Unternehmen an preislicher internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Denn bei gleichen Preisen in Euro steigt der Absatzpreis im Zielmarkt in US-Dollar. Die Unternehmen stehen dann vor der Wahl, die Preise in Euro zu senken und Gewinneinbußen hinzunehmen oder zu versuchen, die Preise im Dollarraum entsprechend zu erhöhen. Das kann aber zu Marktanteilsverlusten führen. Die sind umso stärker, je höher die Konkurrenz durch Firmen im Dollarraum ist, die durch die Dollar-Abwertung ja spiegelbildlich an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.

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