Exportierende Firmen verlieren an preislicher internationaler Wettbewerbsfähigkeit, schreibt Jürgen Matthes, Leiter des Clusters Internationale Wirtschaftspolitik, Finanz- und Immobilienmärkte am IW, in einem Gastbeitrag 3auf1 für den Tagesspiegel.
Schwacher Dollar, starker Euro: Welche Folgen hat das für Firmen und Verbraucher?
Eine Abwertung des US-Dollar und eine spiegelbildliche Euro-Aufwertung haben unterschiedliche Auswirkungen auf Importe und Exporte. Importe werden günstiger, weil wir im Euroraum weniger für ausländische Produkte aus dem Dollarraum zahlen müssen. Davon können Verbraucher nennenswert profitieren, wenn die Euro-Aufwertung stark ist und sie gern auf ausländische Güter zugreifen. Selbst Öl- und Gasimporte aus dem Nahen Osten werden häufig günstiger, weil sie in Dollar abgerechnet werden.
Dagegen verlieren exportierende Unternehmen an preislicher internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Denn bei gleichen Preisen in Euro steigt der Absatzpreis im Zielmarkt in US-Dollar. Die Unternehmen stehen dann vor der Wahl, die Preise in Euro zu senken und Gewinneinbußen hinzunehmen oder zu versuchen, die Preise im Dollarraum entsprechend zu erhöhen. Das kann aber zu Marktanteilsverlusten führen. Die sind umso stärker, je höher die Konkurrenz durch Firmen im Dollarraum ist, die durch die Dollar-Abwertung ja spiegelbildlich an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.
Krise des deutschen Wirtschaftsstandorts: „Das ist nicht der Untergang Deutschlands“
Jobabbau bei VW, unzureichende Reformen, harter Wettbewerb aus Fernost: Der deutsche Wirtschaftsstandort steht massiv unter Druck. Im ZEIT-Podcast „Das Politikteil“ erklärt IW-Direktor Michael Hüther, warum er trotzdem optimistisch bleibt und an Deutschlands Zukunft glaubt.
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Chinas Aufstieg: „Fällt Deutschland auf die Füße”
China investiert massiv, subventioniert großzügig und exportiert immer mehr. IW-Ökonom Jürgen Matthes warnt, der Wettbewerb sei oft unfair und habe Deutschland bereits bis zu 400.000 Arbeitsplätze gekostet.
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