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Hubertus Bardt Gastbeitrag 9. September 2021

Preissturz bei Eisenerz belastet Index

Der Preisindex für Industriemetalle (IMP) des Instituts der deutschen Wirtschaft ist nach langem Aufstieg deutlich gefallen. Grund ist allein der Preiseinbruch bei Eisenerz - alle anderen Metalle werden weiter teurer.

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Nachdem die Preise der wichtigsten Metalle seit anderthalb Jahren von Monat zu Monat fast nur den Weg nach oben gekannt hatten, ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) im August spürbar gefallen. Der Index, der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln erhoben wird, bildet die Euro-Preise der wichtigsten Importmetalle nach Deutschland ab.

Im vergangenen Monat blieb der Index mit 503,7 Punkten deutlich unter dem Niveau des Juli-Wertes. Das Minus betrug beachtliche 5,6 %. So stark (damals gut 6 %) war das Preisbarometer zuletzt im März 2020 gefallen, als die Coronakrise weltweit Volkswirtschaften in einen Schockzustand versetzte. Seit diesem Zwischentief legte der IMP-Index kontinuierlich zu um insgesamt 57 %, bevor nun die Korrektur erfolgte. Doch immer noch liegen die Metallpreise damit auf einem hohen Niveau. Die 500-Punkte-Marke ist erstmals im Mai überschritten worden – damit liegt der Monatswert des IMP-Index im September erst zum vierten Mal überhaupt oberhalb von 500 Punkten.

Um ein Viertel bergab

Vor allem aber kann von einem Preisrückgang auf breiter Front keine Rede sein. Dominierender Faktor der jüngsten Veränderung ist der Preiseinbruch von Eisenerz, das im August auf den Weltmärkten in Euro gerechnet 24 % weniger kostete als noch im Juli. Damit liegt Eisenerz zwar wieder auf dem Niveau von Jahresanfang, aber immer noch um gut ein Drittel über dem Wert zur gleichen Zeit im Vorjahr.

Hintergrund der zuletzt außergewöhnlichen Entwicklung ist der auch unter staatlichem Druck erfolgte Rückgang der Stahlproduktion in China. Damit hat sich auch die Nachfrage nach Eisenerz deutlich abgeschwächt. Ohne diesen besonderen Effekt wäre der IMP-Index von Juli auf August beinahe konstant ge­blieben.

Deutlichere Veränderungen gab es zuletzt bei Aluminium (+4,7 %), Blei (+3,7 %) und Zinn (+3,4 %). Nickel und Zink legten um rund 2 % zu. Deutlich gefallen ist hingegen Silber (–6,2 %). Auch Gold und das Indexschwergewicht Kupfer gaben leicht nach.  Auch die Veränderung des Euro-Dollar-Wechselkurses – es gab eine geringe Abwertung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback – hatte kaum Wirkung auf den IMP-Index. Bei konstantem Wechselkurs wäre der IMP-Index mit 6,0 % nur vier Zehntelprozentpunkte stärker zurückgegangen.

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