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Michale Hüther in Focus Online Gastbeitrag 14. Februar 2022

Wahnsinn bei den Energiepreisen: Deutschlands Top-Ökonomen sagen, was jetzt hilft

Horrende Heizkosten, steigende Strompreise, teures Tanken: Verbraucher und Unternehmen ächzen unter den Turbulenzen auf dem Energiemarkt. Gegenüber FOCUS Online erklärt IW-Direktor Michael Hüther, was jetzt beim Energiepreis hilft – und was die Politik lieber lassen sollte.

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Kurzfristig wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien keine Abhilfe gegen die hohen Preise schaffen. Langfristig liegt hier allerdings der Schlüssel zu niedrigeren Energiepreisen. Vor dem Hintergrund der ökologischen Transformation müssen vor allem Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Die Abschaffung der EEG-Umlage ist längst überfällig und von der Regierungskoalition beschlossen. Der Wegfall kommt allen Stromverbrauchern zugute und wirkt den steigenden Energiekosten unmittelbar entgegen. Zudem ändert das zusammen mit den steigenden CO2-Preisen für fossile Brennstoffe die Preisrelationen in Richtung klimafreundlicher Energie und schafft Anreize auf Strom zu setzen, der zu immer größeren Anteilen aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird.

Zur Abmilderung von Härtefällen sind Einmalzahlungen wie beispielsweise ein Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger gut geeignet. Wichtig ist, die Bedürftigkeit nach transparenten Kriterien zu prüfen – auch hinsichtlich von Härtefällen bei Unternehmen.

Die Stromsteuer kann auf das europäische Mindestniveau abgesenkt werden und für eine zusätzliche progressive Entlastung, die einkommensschwachen Haushalten in Relation zu ihrem Einkommen überdurchschnittlich zugutekommt, sorgen. Es verstärkt zudem noch einmal die Attraktivität des zunehmend klimafreundlichen Energieträgers Strom.

Eine Erhöhung der Pendlerpauschale würde die gewünschten Effekte der CO2-Bepreisung hingegen konterkarieren. Die Veränderung der Preisrelationen soll eine Lenkungswirkung, also eine Änderung des Verhaltens, herbeiführen. Gleichwohl ist kurzfristig – wegen der geringen Ausweichmöglichkeiten dieser Haushalte – eine Anpassung der einfachste Weg. Grundsätzlich ist mittelfristig zu prüfen, wie über pauschalierte Lösungen eine passendere Antwort gefunden werden kann.

Zum Beitrag auf focus.de

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